Grossbanken peilen Millionärskinder an

UBS und Credit Suisse lassen nichts unversucht, um an die Klientel von morgen zu gelangen. Sie bieten sogar Kurse für superreiche Kids an.

Das Ganze spielt sich in Asien ab. Denn keine andere Region auf der Welt wächst so schnell wie die östliche Hemisphäre. Das gilt auch für den Wohlstand und die Zahl der Millionäre, wie verschiedene Erhebungen von Merrill Lynch/Cap Gemini oder von der Boston Consulting Group regelmässig zeigen.

Um sich die vermögende Klientel von morgen zu sichern, führen verschiedene Grossbanken gezielt Kurse für Kinder und Jugendliche von sehr vermögenden Privatkunden durch, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet.

Die UBS führt einmal jährlich in Singapur und in Hongkong einen zweiwöchigen Kurs für Jugendliche durch; Themen sind persönliche Entwicklung und Karriereplanung, Führungskompetenz sowie der Umgang mit Geld.

Der Anlass sei jeweils sehr rasch ausgebucht, heisst es bei der UBS. Im Wesentlichen gehe es um praktische Ratschläge beim Verwalten von sehr grossen Vermögen, so Daniel Harel, UBS-Leiter der Abteilung für sehr wohlhabende Privatkunden mit mehr als 50 Millionen Franken an investierbarem Vermögen.

Lehrgang für jüngste Investoren

Die Credit Suisse startete dieses Jahr mit dem ersten Investoren-Kurs für junge Investoren in Taiwan. Sie steht mit solchen Aktivitäten nicht alleine da, auch die Citigroup sowie Standard Chartered buhlen um die Gunst dieser Junior-Klientel.

Standard Chartered führte in diesem Monat in Singapur einen Lehrgang für Leute zwischen 18 und 26 Jahren durch. Ziel des Kurses war es, den jungen Menschen Know-how beim Investieren zu verschaffen und sie auch charakterlich auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Grosse Verantwortung

«Es geht um Wissen, Disziplin, Geschäftssinn und Kompetenz», sagt Jungkiu Choi, der verantwortliche Leiter des Lehrgangs bei Standard Chartered. Viele Jugendliche seien sich heute bewusst, welche grosse finanzielle Verantwortung dereinst auf sie zukomme. Das erkläre denn auch die grosse Nachfrage nach solchen Ausbildungen, so Choi weiter.

Tatsächlich wächst die Zahl der sehr vermögenden Menschen in Asien rasant. In den nächsten vier Jahren dürfte der Wohlstand in Fernost etwa doppelt so schnell steigen als im Rest der Welt, wie jüngste Erhebungen der Boston Consulting Group ergaben.

 

 

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