Von Guns N’Roses ins Wealth Management

Duff McKagan, früher Bassist der Rockband Guns N’Roses, begibt sich auf den Pfad der Tugend und wird Vermögensverwalter.

 

Slash_McKagan

Man kannte ihn bisher eher an der Seite von Axl Rose und Slash (links im Bild oben) sowie in Verbindung mit allerhand Drogen und Alkohol. Es ging so weit, dass Duff McKagan (rechts im Bild oben) vor 17 Jahren seine Rock-Karriere aus gesundheitlichen und psychischen Gründen abbrechen musste.

Duff_McKagan

Nach einer Entziehungskur hatte er plötzlich sehr viel Zeit und stiess beim Aufräumen auf seine Bankunterlagen. Allerdings musste er mit Schrecken feststellen, dass er überhaupt nichts verstand und so auch keine Ahnung hatte, ob er all die Jahre über den Tisch gezogen worden war. Er schien zwar Millionär zu sein, aber mit keinem guten Gefühl, wie er sich erinnert.

duff_McKagan_2Das war der Wake-up-Call, 1994. McKagan (Bild links) schrieb sich am Santa Monica Community College ein und besuchte Kurse in Finanzlehre.

Das weckte seinen Appetit, so dass er nach Seattle wechselte, wo er sich für weitere Kurse an der Albers School of Business einschrieb. So spezialisierte er sich auch aufs Portfolio Management.

Das hielt ihn indessen nicht davon ab, weiter mit dem Rock-Business zu liebäugeln und 2002 die Bank «Velvet Revolver» mit Gitarritst Slash und «Stone Temple Pilots»-Sänger Scott Weiland zu gründen und erst noch Erfolg zu haben. Darum unterbrach McKagan seine Studien und ging wieder auf Tour.

Hilflose Kollegen

On the road stellte er dann fest, wie wenig seine Musiker-Kollegen von ihren Finanzen wussten.

Gleichzeitig sprach sich aber auch alsbald herum, dass der versierte Bassist auch in Sachen Vermögensverwaltung Bescheid wusste. So avancierte McKagan immer mehr zum Finanzberater.

Vor anderthalb Jahren dann lernte McKagan den früheren Banker Andy Bottomley, der mit seiner Wagnis-Kapital-Firma Imprimatur Capital und Unterstützung von Hedge-Fund-Koryphäe Paul Tudor Jones eben erst gestartet hatte. Gleichzeitig ein Indie-Musik-Freak fand er sehr schnell auch einen Draht zu McKagan, der sich umgekehrt von Bottomleys Kenntnissen angesprochen fühlte.

Kurz geöffnetes Zeitfenster

Das führte letztlich zur kürzlichen Gründung von Meridian Rock, einem Unternehmen, das sich noch in der Startphase befindet und darauf abzielt, Musiker und andere Künstler in Finanzbelangen zu beraten, wie das US-Wirtschaftsmagain «Fortune» berichtet.

Wie sehr solche Leute, die eine Zeit lang tüchtig verdienen, auf solche Dienste angewiesen sind, weiss McKagan selber am besten und betont zudem, dass die Zeit, in der wirklich viel verdient wird, relativ kurz ist – drei bis fünf Jahre, gemäss Mc Kagan.

Nur wenige trauen sich

Dessen seien sich viele Künstler aber nicht bewusst und würden daher allzu rasch über ihre Verhältnisse leben. Mit fatalen Konsequenzen. Darum gibt es nun das Finanzberatungs- und Vermögensverwaltungsunternehmen Meridian Rock, das sich im Umgang mit seinen künftigen Kunden drei Ziele gesetzt hat: Ehrlichkeit (die Kunden nicht abzocken), Transparenz und Wissens-Transfer.

Obschon manche Künstler Millionen besässen, sagt McKagan, hätten sie überhaupt keine Ahnung, was eine Aktie oder eine Obligation sei. Und sie würden sich auch nicht trauen, jemanden danach zu fragen. Zum Glück gibt’s jetzt Meridian Rock.

 

 

 

 

 

 

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