Weiblicher Perfektionismus verbaut Chancen

Frauen sind gleich gute Führungsleute wie Männer. Dennoch ziehen Frauen bei Beförderungen oft den Kürzeren. Daran sind sie laut einer Studie aber auch selber schuld.

Wie können Frauen ihre Karriere beschleunigen? Wie Männer auch: Sie wechseln den Job oder bewerben sich für eine höhere Position innerhalb des selben Unternehmens.

Dennoch gehen Frauen bei Beförderungen oder Neuanstellungen oft leer aus. Woran liegt das? Dieser Frage ging die Financial Women's Association in einer Studie nach.

Wenig Schweizer Kaderfrauen

Die einfache Antwort: Die Männer sind schuld. Denn sie sind es, die in der Regel über Neuanstellungen oder Beförderungen entscheiden. Ein gängiges Argument ist zudem, dass Unternehmen das Ausfallrisiko einer Schwangerschaft fürchten und darum Frauen benachteiligen.

Gerade die Schweiz ist in Sachen Frauen in exekutiven Positionen ein Entwicklungland, wie die jüngste Studie «Women in Financial Services» zeigt. Darin rangiert die Schweiz auf dem zweitletzten Rang, hinter Ländern wie Brasilien, China oder Russland.

Zu perfektionistisch

Nun zeigt aber die Studie, dass Frauen sich ihre Karrierechancen oft auch selber verbauen. Schuld daran sei ihr ausgeprägter Perfektionsimus im Vergleich zu den Männern. Der Hang zur Perfektion halte sie davon ab, schnelle Antworten auf Fragen zu geben, sich auf neue Jobs zu bewerben oder eine Lohnerhöhung zu beantragen.

Erst wenn sie die Erfolgschancen zu 100 Prozent abschätzen könnten, wagten sie einen Schritt vorwärts, zeigen die Untersuchungen. Männer hingegen geben sich mit einer Quote von 50 Prozent zufrieden.

Wollen Frauen Karriere machen, müssten sie mutiger sowie selbstsicherer werden und bestimmender auftreten, so die Empfehlung.

Grafik women

Als weiteren Bremsklotz für die Karriere erweist sich zudem ein zu kleines Netzwerk. Gerade die Frauen haben hier Aufholpotenzial. Laut den Untersuchungen scharen sich Frauen mehrheitlich Leute um sich, die sie mögen und mit denen sie eng verbunden sind.

Dadurch werden sie aber weniger stark wahrgenommen als Männer. Und dies wiederum hemme ihre Karrierechancen.

 

 

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