Auf den Spuren des grossen Fangios

Ferrari, Maserati, Lamborghini, Alfa Romeo! Wer gerät ob diesen Automarken nicht ins Schwärmen? Der motorisierte Nachwuchs Italiens fährt zumindest so, als hätte es ein derartiges Geschoss unterm Hintern.

Von François Huwiler

Nach drei Wochen Fahrt auf diversen Autostrade in Bella Italia, inklusive zweimaliger Umfahrung des enorm beliebten Kontakttreffpunktes Gotthard via San Bernardino, verzeichnete der Kilometerzähler unserer Carrosserie stolze 4'300km.

Womit mein Bedarf an Schaltmanövern am Lenkrad bis auf weiteres vollumfänglich gedeckt ist. Denn: was sich teilweise auf den asphaltierten Routen unseres südlichen Nachbarlandes abspielt, ist mit dem Gang nach Canossa vergleichbar.

Da kommt man vom grundsätzlich disziplinierten Schweizer Strassenverkehr – und wähnt sich bereits kurz nach der Grenze an einem Formel-1-Grand-Prix! Das Beziehen der vermeintlichen Pole-Position bei den Zahlstellen mit oftmaligem Spurwechsel, um dann nach erfolgter Hebung der Barriere mit aufheulenden Motoren sofort wieder den Tourenzähler in den roten Bereich zu jagen, damit man ja als Erster wieder die ganz linke Spur ergattern kann, ist grande Cinema.

Des Italieners linke Hand scheint zudem von Geburt oder spätestens von der ersten Fahrstunde an mit dem Blinker respektive Scheinwerfer verknüpft zu sein. Dazu gehört selbstredend das Auffahren mit grosser Geschwindigkeit, dass der Einpark-Assistent oder wie dieses in meinen Augen komplett unnütze Teil auch immer heisst, beinahe überschnappen muss.

Dabei bleibt noch genügend Zeit, der Bellezza auf dem Beifahrersitz gestenreich klarzumachen, dass diese Svizzeri und sonstigen Stranieri eigentlich nichts auf ihrer Überholspur zu suchen hätten.

Und wich man denn aus dem denkbar einfachsten Grund – rechts ein Sattelschlepper und 5 Meter vor dem eigenen Gefährt eine Camping-Karawane nordländischer Provenienz – nicht augenblicklich aus, tja, dann wurde bei der erstbesten Gelegenheit einfach rechts überholt, am liebsten natürlich über die ganz rechte der dreispurigen Autobahn. Gemäss dem Motto ‹Vogel friss oder stirb› wurde dieser Fahrstil sehr zum Leidwesen der Gattin im Format 1:1 kopiert. Ecco lo fatto!

Befand man sich hingegen auf Überlandstrassen, donnerten einem die verkappten Ferraristi, Alfisti & Co. ohne mit der Wimper hinter der blickdichten Sonnenbrille zu zwinkern, facilmente auch über doppelt gezogene Mittellinien vorbei.

Nun, bei derart entspannter Fahrweise mag es vielleicht erstaunen, dass kurz nach erfolgreicher, unfallfreier Ankunft das kühle «Moretti» wie ein Lebenselixier daherkam.

Salute!

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