Topinambur oder die Wunderlampe der Moderne

Als wasserlöslicher Ballaststoff ist Inulin - ein unverdauliches Polysaccharid - ein wichtiges Prebiotikum. Genau!

Von François Huwiler

Seien wir ehrlich - ich war noch nie auch nur im entferntesten eine Leuchte in jeglichen naturwissenschaftlichen Fächern. Wenn ich dann aber aufgrund eines letzten Samstag genossenen köstlichen Diners, bei welchem unter anderem Topinambur aufgetragen wurde - welches nicht nur mir ausgezeichnet mundete - am Folgemorgen statt in die Frühmesse zu pilgern lernbegierig selbiges Wurzelgemüse im allseits beliebten interaktiven Nachschlagewerk erforschen wollte; dann ist es müssig, nach obiger Lektüre meine Konsternation auch nur versuchsweise in schriftlicher Form wiedergeben zu wollen.

Selbstverständlich würde es den Rahmen sprengen, die restlich aufgetragenen Speisen in ähnlich minutiöser Weise analysieren zu wollen.

Die auch nicht mehr ganz neue Tendenz deutet aber zumindest in unseren Breitengraden in eine gegensätzliche Richtung. Allerdings beschränkt man sich vorläufig im servierten Gastrobereich weitestgehend auf die Deklaration der Herkunft; was wird das für ein Heidenspass, wenn das Studieren der Speisekarte, welche gespickt sein wird mit den obligatorischen Details der Ingredienzen, den Grossteil des Mahles einnehmen wird. Beim Grossisten jedoch überflügelt bereits jetzt die akribische Inhaltsangabe bei weitem das grundsätzlich schlichte Produkte.

Man stelle sich nur die Überraschung vor, dass nach dem Polieren einer Birne plötzlich eine klimakterische Frucht zum Munde geführt wird. Oder sich die Hülle eines delikaten Wirzwickels als Senfölglykoside-Bombe mit besonders viel Chlorophyll herausstellen sollte.

Natürlich liegt es an meinem eigenen Desinteresse, dass ich mir beim Verzehr einer Gurke genauso wenig Gedanken mache über deren Wassergehalt (96%, ergo kann man sich mit 2 Gurken à 500Gramm pro Tag das Hahnenburger sparen), wie wenn ich eine Bratwurst mit goldbraun gebratener Rösti einnehme und dabei über Fett- respektive Stärkegehalt selbiger sinnieren müsste. Geschweige denn meine Hirnwindungen zu bemühen beim Schmause einer zu dieser Jahreszeit äusserst beliebten Schlachtplatte.

Und deshalb seien wir ehrlich: würden wir uns bei jedem Bissen Fragen stellen, was genau nun die Kehle runterrutscht – das Durchschnittsalter wäre im freien Fall. Als Fazit behaupte ich summa summarum frei von der Leber weg, dass es schmecken muss. In diesem Sinne und im Hinblick auf die nahenden Festtage: «bon appétit»!

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