RBS: Kunden rasend wegen Ausfall

Zum zweiten Mal binnen weniger Monate kamen die Kunden der Royal Bank of Scotland nach einem Systemausfall nicht an ihr Geld. Nun soll die Bank sie entschädigen.

Kunden der Royal Bank Of Scotland hatten wohl Glück, wenn sie am gestrigen Abend nicht unbedingt Geld ausgeben mussten. Weder an ihre Konten noch an Bargeld kamen sie. Die Systeme der Bank erlitten einen Totalausfall. Online-, Mobile- Banking und Bankautomaten fielen aus – bei der RBS und ihren Töchtern NatWest und Bank of Ulster.

Die britische Zeitung «The Telegraph» berichtet von einem Kunden, der seine Freundin zu einem schicken Abendessen ausführen wollte. Doch seine Karte wurde nicht akzeptiert. Er verbrachte mehr als eine halbe Stunde am Telefon mit dem Kundenservice, während schliesslich doch seine Freundin zahlte. «Es war einfach nur peinlich», so der verärgerte Kunde.

«Ich verlange eine Kompensation»

Und er war nur einer von vielen.«Natwest, vielen Dank, Du hast mit mein Abendessen verwehrt und ich musste im Regen nach Hause laufen, ich verlange eine Kompensation», twitterte ein anderer Kunde.

Vor derartigen Computerfehlern ist wohl keine Bank gefeit. Erst im Januar 2012 traf es etwa die Credit Suisse, bei der die Hälfte der Geldautomaten für einen Abend den Geist aufgaben.

Entschädigungen geplant

Besonders verärgert sich die RBS-Kunden, weil es bereits der zweite Vorfall seit Juni 2012 ist. Schon damals fielen die Systeme der Bank aus und die Kunden kamen nicht an ihr Geld – der Grund im Juni war ein Computerfehler. Woran es dieses Mal lag, ist noch nicht bekannt. Erst um ein Uhr nachts bekam die RBS das Problem wieder in den Griff.

Die Bank entschuldigte sich bei ihren Kunden. Für Entschädigungen hat sie rund 125 Millionen Pfund beiseite gelegt, schreibt der «Telegraph».

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News