Neues aus der Finanzwelt von morgen

Sicherheit, Privatsphäre, mobiles Bezahlen waren die Haupt-Themen an der Finovate – der Messe, an der Revolutionen für die Finanzbranche präsentiert werden.

In der vergangenen Woche fand in San Francisco die Finovate statt. Die Messe präsentiert viermal im Jahr Innovationen im Bereich Finanzdienstleistungen und in der Bank-Technologie. An der diesjährigen Frühjahrs-Schau standen Sicherheit und mobiles Bezahlen im Vordergrund.

Wir haben einige der vorgestellten Produkte unter die Lupe genommen. Eine Auswahl der interessantesten Innovationen:

PayNearMe: Diese Dienstleistung richtet sich an Kunden, die online bezahlen, aber ungern ihre Bankdaten im Netz angeben. Der neue Dienst ermöglicht es, die Online-Bestellung in bar zu bezahlen – das geht dann unter anderem bei den 7Eleven-Kiosks, die in Amerika fast an jeder Strassenecke zu finden sind.

TipRanks: Das israelische Startup bietet einen Dienst, der Blogger und Finanzberater nach der Qualität ihrer Tips beurteilt. Das Plug In bewertet den Beurteilten im Vergleich mit Konkurrenten, aber auch mit sich selbst über einen bestimmten Zeitraum.

kofaxKofax (Bild): Das US-Unternehmen entwickelte eine Software, mit der sich via Smartphone Daten von Dokumenten wie Führerschein oder Pass scannen lassen. Sie soll eine neue und sichere Möglichkeit der Identifikation bieten und besonders einfach zu bedienen sein.

Finect: Ein Soziales Netzwerk für Finanzberater. Wie LinkedIn soll es sein – nur sicherer, so die Entwickler. Hier können sich Finanzberater mit ihren Kunden austauschen und unterhalten. Das Portal soll beiden Seiten Unannehmlichkeiten ersparen, die mit einer Vernetzung auf einem anderen Portal einhergehen könnten.

Licuos: Das Ziel dieses Unternehmens aus Spanien ist es, Unternehmen beim Schudenabbau selbstständiger zu machen. Algorithmen errechnen für die Nutzer, auf welche Weise ausstehende Schulden am besten bezahlt werden. Heraus kommen Informationen über die ideale Ratenzahlung, aber auch über die beste Reihenfolge der verschiedenen Gläubiger.

EyeVerify (Anrissbild): Die Identifizierung durch biometrische Daten ist die Spezialität dieses Unternehmens. Smartphone-Nutzer und Mobile-Banking-Kunden können hier ihre Venenstruktur der Augen scannen – und das nutzt EyeVerify dann zur Identifikation.

Quantopian: Eine Handelsplattform für Nerds (respektive in der Finanzsprache: Quants). Hier kann jeder seine eigenen Algorithmen bauen und testen – und sie mit anderen Nutzern und auch mit Quantopian selbst teilen.

• Finovate

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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