Neuer Top-Job für Ex-Clariden-Leu-Manager

Adrian Leuenberger, bei Clariden Leu zuletzt Chef Private Banking für Europa, ist gut unterwegs, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

Seit Anfang Mai 2013 sitzt Adrian Leuenberger (Bild) im Vorstand der Banque Internationale à Luxembourg (BIL). Entsprechende Angaben gehen aus der Website des Unternehmens hervor.

Der Vorstand leitet gemäss Firmenangaben die verschiedenen Aktivitäten der Bank und gewährleistet die Umsetzung der Entscheidungen des Verwaltungsrates. Er kommt jede Woche zusammen und trifft seine Entscheidungen im Rahmen der Vorstandssitzungen.

Leuenberger ist bei der BIL für den Bereich Private Banking International zuständig.

Die BIL wurde 1856 gegründet und steht gemäss eigener Einschätzung im Dienst von Privatkunden und Geschäftsleuten. Sie ist ein Hauptakteurin der luxemburgischen Wirtschaft.

Verwaltungsrat bei den «Heilberuflern»

Seit Ende 2012 ist Leuenberger überdies Präsident des Verwaltungsrats der in Zug domizilierten Medibank.

Die 1979 gegründete Medibank ist laut eigener Einschätzung eine unabhängige schweizerische Privatbank. Wie es der Firmenname besagt, sind viele Aktionäre des Instituts «Heilberufler» im weitesten Sinn.

Die Medibank wies per Ende 2012 eine Bilanzsumme von 77,5 Millionen Franken aus und erzielte ihren Hauptertragsanteil im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft.

Unerfreuliche Situation

Allerdings musste die Medibank musste in den letzten Jahren auf Grund einer glücklosen Geschäftsstrategie einen massiven Abfluss von Kundengeldern hinnehmen. Das führte dazu, dass die Bank im Geschäftsjahr 2012 einen Verlust von mehr als einer halben Million Franken auswies.

Diese Tatsache, kombiniert mit schwindenden Margen und höheren Kosten, führte laut Angaben der Bank «zu einer unerfreulichen Situation». Es folgten diverse personelle Wechsel in der Geschäftsleitung sowie die Übernahme des Verwaltungsratspräsidiums durch Adrian Leuenberger.

Zurück im Bankgeschäft

Ebenfalls neu ins Aufsichtsgremium gelangten Ernst A. Bütler und Richard Rahm. Der Verwaltungsrat setzte als erste Massnahme Stephan Häberle als neuen Geschäftsführer ein.

Damit ist Leuenberger, der Clariden Leu im Herbst 2011 verliess, definitiv ins Bankgeschäft zurückgekehrt. Nach seinem Abgang bei der Credit-Suisse-Privatbankentochter hatte er sich zunächst der Vermögensverwaltungsfirma CLH Capital Partners angeschlossen, die er inzwischen wieder verlassen hat.

Weiter ist er mit seiner Lion Consulting GmbH im Handelsregister vertreten.

Adrian Leuenberger ist der Sohn von Andres Leuenberger, ehemals Manager und Verwaltungsrat unter anderem bei Roche, Swiss Life und der Swissair.


An zahllosen Orten tauchen die Ehemaligen der Traditionsbank in neuen Jobs wieder auf. Hier kriegen Sie den Überblick über das Clariden-Leu-Netzwerk: Wer, wo, als was? Lesen Sie dazu: «Die starke Ausstrahlung von Clariden Leu»

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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