Credit Suisse reorganisiert Europa-Geschäft mit Superreichen

Die Credit Suisse baut ihr Europa-Geschäft für sehr vermögende Privatkunden um. Es kommt zu einigen personellen Rochaden.

Auf Grund des Umbaus wird es für Westeuropa nicht mehr länger ein zentrales Management-Team für das Kundensegment der so genannten Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) geben, wie das britische Online-Portal «WealthBriefing» berichtet. Blake Shorthouse, der bisherige Leiter von UHNWI Western Europe, wird sich neuen Aufgaben zuwenden.

Ziel der Restrukturierung sei es, Doppelspurigkeiten abzubauen beziehungsweise Zuständigkeiten zu vereinfachen, sagte eine Sprecherin der Credit Suisse gegenüber finews.ch. Ob Shorthouse künftig internen oder externen Aufgaben nachgehen wird, konnte die Sprecherin nicht beantworten.

Neue Struktur gilt per Dezember

In den vergangenen zwei Jahren habe die Bank das strategisch wichtige Kundensegment durch die Ernennung eines Leiters pro Markt-Region, sowie durch die zusätzlich Anstellung von Investment Managers gestärkt, heisst es in einer internen Mitteilung zur Reorganisation. Auf dieser beruht wohl der Artikel des Online-Portals.

Nach der neuen Struktur, die per 1. Dezember 2013 in Kraft tritt, erhalten nun die bisherigen Markt-Regionen-Leiter mehr Verantwortung. Beibehalten wird das bisherige individuelle Betreuungsmodell, inklusive der Investment-Manager-Funktion.

Romeo Lacher künftig für Strategie verantwortlich

Auch die bisherige Aufteilung in fünf Markt-Regionen bleibt unverändert. Es sind dies die Regionen Deutschland/Österreich/Luxemburg, Italien/Monaco, Spanien/Portugal, Frankreich/Belgien und UK/International.

Romeo Lacher (Bild oben), Leiter des Private Banking für Westeuropa, zeichnet künftig für die gesamte UHNWI-Strategie in der Region Westeuropa verantwortlich.

Organisatorische Veränderungen

Die Rolle und Funktion des Private-Label-Fund-Coverage-Teams in Luxemburg, das von Viviane De Angelis geleitet wird, bleibe weiter bestehen, heisst es weiter. Es werde künftig aber an Thomas Baumann, Leiter des UHNWI-Segments Germany/Luxembourg/Austria, rapportieren.

Gewisse Schlüsselaufgaben des UHNWI-Beratungs- und Verkaufs-Teams würden zum Product-Management-Western-Europe, geleitet von Ignacio Martos, transferiert. Die Kernaufgaben des COO würden zu Romeo Lacher verschoben.

 

 

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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