ZKB: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Die systemrelevante Zürcher Kantonalbank steht unter verschärfter Beobachtung. Gerade im Hypothekargeschäft übt sich die Bank verbal immer stärker in Zurückhaltung.

In der Mitteilung zum Geschäftsergebnis 2013 scheint die Zürcher Kantonalbank mit jeder Zeile ausdrücken zu wollen, dass sie sich ihrer Rolle als systemrelevante Bank besonders bewusst ist.

Sie stärkt die Eigenmittelbasis, baut zusätzliche Liquidität auf, erhöht die Kernkapitalquote auf 16,2 Prozent, verkürzt die Bilanz und übt sich namentlich im Hypothekargeschäft in Zurückhaltung.

Als Nummer vier im Schweizer Hypothekargeschäft und mit einem Marktanteil von 30 bis 40 Prozent im Kreditgeschäft im Kanton Zürich steht ihr die Zurückhaltung gut an. Diese auf ihre neue Stellung als systemrelevante Bank zurückzuführen, wäre allerdings falsch.

Seit Jahren wächst die ZKB unter dem Markt

Anders als zahlreiche andere Kantonalbanken sowie die Raiffeisen-Gruppe fährt die ZKB im Hypothekargeschäft seit geraumer Zeit nicht mit voller Kraft. 2013 wuchsen die Forderungen um 3,4 Prozent auf 69,7 Milliarden Franken. Auch 2012 belief sich das Wachstum auf 3,4 Prozent. Und wie im Vorjahr auch wuchs die ZKB damit unter dem Markt.

Wie ZKB-CEO Martin Scholl am Freitag vor den Medien sagte, werde die Bank in diesem Geschäft auch 2014 unter dem Markt wachsen. «Wir sind definitiv der Meinung, dass die Dynamik im Immobilienmarkt abnimmt», so Scholl.

Aktuell finanziert die Bank 3'000 Objekte, die sich im Bau befinden. 80 Prozent davon sind Mietobjekte, davon wiederum 50 Prozent im gemeinnützigen Wohnungsbau.

Von «sehr zurückhaltend» bis «keine Konzessionen»

Den Aussagen ist zu entnehmen, dass die ZKB die Lage zunehmend kritisch betrachtet. Das lässt sich auch aus den jeweiligen Statements, welche die ZKB jedes Jahr zu ihrer Kreditvergabepolitik gemacht hat, herauslesen. Hier ist eine Verschärfung des Tons bemerkbar.

Noch 2011 hiess es zum Hypo-Geschäft, der Qualität der Ausleihungen werde «gebührende Aufmerksamkeit geschenkt». Für 2012 klang es schon etwas anders: «Die Zürcher Kantonalbank verfolgt eine sehr zurückhaltende Ausleihungspolitik und schenkt der Qualität der Ausleihungen grösste Aufmerksamkeit».

Und für 2013 erfolgt die nochmalige Steigerung: Die Bank habe sich «grösste Zurückhaltung auferlegt». Und sie mache gegenüber Kunden «angesichts latenter Zinsänderungsrisiken keine Konzessionen».

Diese betreffen den kalkulatorischen Hypothekarzins, den die ZKB seit geraumer Zeit bei 5 Prozent ansetzt. Kunden, die diesen Zins nicht stemmen können, blitzen bei der ZKB ab.

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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