Die UBS baut 70 Stellen im Offshore-Mekka Bahamas ab

Einst standen die mittelamerikanischen Offshore-Zentren bei der UBS ganz hoch im Kurs. Nun gibt die Grossbank das Private Banking dort auf und baut nicht weniger als 70 Stellen ab.

Die UBS baut auf den Bahamas insgesamt 70 Stellen ab, wie ein Sprecher auf Anfrage von finews.ch die Informationen vom «Tribune Business Editor» am Montag bestätigte. Die UBS habe sich dazu entschlossen, das Private Banking auf den Bahamas aufzugeben, sagte der Bankvertreter in Zürich weiter.

Die Mitarbeiter auf den Bahamas wurden am vergangenen Freitag informiert und einem Grossteil wurde ein Stellenangebot unterbreitet. Nicht betroffen ist die Geschäftseinheit UBS Trustees. In diesem Geschäft will die UBS noch expandieren, wie die «Tribune» schreibt. Sie bezieht sich dabei auf Aussagen von Ryan Pinder, Minister für Finanzdienstleistungen auf den Bahamas. Dem Vernehmen nach beschäftigt die Grossbank auf den Bahamas rund 120 Mitarbeitende.

Kunden müssen anderswo buchen

Die UBS will den Abbau bis Ende 2014 abgeschlossen haben und dabei möglichst viele der betroffene Mitarbeiter ins Trust-Geschäft oder andere Bereiche in der Region transferieren. Den Kunden hat die UBS empfohlen, ihre Vermögen in andere Buchungszentren zu verlagern.

Auf den Bahamas sind nicht alle Finanzhäuser am Abbauen, wie die Zeitung schreibt. Gemäss Minister Pinder sollen andere Institute neue Stellen schaffen. So habe ein «bedeutendes Institut» in den vergangenen sechs Monaten seinen Personalbestand im Private Banking um 15 Prozent aufgestockt, und wolle ihn in den kommenden sechs Monaten weiter ausbauen, sagte Ryan Pinder.

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