ZKB: 135'000 Franken pro Mitarbeiter

Die Grundsaläre und die Boni in der grössten Kantonalbank blieben letztes Jahr erstaunlich stabil. Das gilt auch für die Spitzenleute.

Die ZKB hat mit dem Jahresbericht auch den Vergütungbericht veröffentlicht — ein aktueller Einblick in die Lohnstruktur, oben wie unten. Dabei fällt vor allem eines auf: Da herrscht höchste Stabilität.

Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Vergütungsberichte der Kantonalbank – publiziert seit 2010 – Jahr für Jahr dasselbe Bild bieten.

Was erhielt zum Beispiel die elfköpfige Geschäftsleitung der ZKB im letzten Jahr? Gut 11 Millionen Franken plus knapp 1,8 Millionen Franken an aufgeschobenen Vergütungen.

Das war im Jahr 2012 schon so gewesen: gut 11 Millionen plus 1,8 Millionen. Und 2011. Und 2010.

Bemerkenswert ist die Unbeweglichkeit im letzten Jahr, weil die ZKB da den Konzerngewinn immerhin um 7,2 Prozent steigern konnte und das beste Resultat seit 2007 erzielte.

Auf den CEO Martin Scholl entfielen dabei 1,67 Millionen Franken, was ingesamt eine Erhöhung um rund 100'000 Franken gegenüber 2012 bedeutete; andererseits entspricht es wieder ziemlich genau der Vergütung des Jahres 2011.

Erwartungsgemäss blieb auch die Entschädigung der 13 Mitglieder des Bankrates stabil: Die Summe erreichte 1,22 Millionen Franken. Präsident Jörg Müller-Ganz erhielt dabei 342'000 Franken, wie im Vorjahr.

Allerdings ergab sich bei der Gesamtvergütung des Aufsichts-Gremiums doch ein spürbares Plus, nämlich von 1,79 auf 1,87 Millionen Franken; dies vor allem dank höherer Arbeitgeberbeiträge an die Pensionskassen.

Bei den Abgangsentschädigungen hielt sich die ZKB letztes Jahr völlig zurück – ein Phänomen, das sich auch schon bei anderen Häusern angedeutet hat und wohl tatsächlich auf ein verändertes Klima nach der «Abzocker-Initiative» hinweisen könnte. Jedenfalls gewährte die ZKB 2013 keine Abgangsentschädigungen mehr; im Vorjahr waren drei Personen noch mit 415'000 Franken verabschiedet worden.

Andererseits gab es auch 2013 Antrittszahlungen: Für 5 neue Mitarbeiter legte die Staatsbank insgesamt 694'000 Franken hin. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Steigerung um rund 150'000 Franken.

Die Zahlen des Vergütungsberichts geben ferner Hinweise auf die allgemeine Lohnentwicklung, und auch hier zeigt sich: Stetigkeit zählt. Die Zeiten der dramatischen, durch Bonusentwicklungen geprägten Berg- und Talfahrten sind vorbei.

ZKB Salaere Boni

Nimmt man das Grundsalär pro Vollzeitstelle, so erhielt jeder ZKB-Angestellte letztes Jahr 104'000 Franken; hinzu kamen 32'000 Franken an Boni. In den Vorjahren hatte das Pro-Kopf-Grundsalär zwischen 101'000 Franken (2010) und 106'000 Franken (2012) geschwankt, und die durchschnittlichen variablen Vergütungen waren zwischen 32'000 und 34'000 Franken gelegen.

ZKB: Zum Jahresbericht 2013

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Europas Zukunft steht auf dem Spiel
  • Bankchef muss auf 41 Millionen Dollar verzichten
  • Wohnen wie Leonardo DiCaprio
  • 1'000 Börsengänge – und hoffnungslos im Hintertreffen
  • Kahlschlag bei der Commerzbank
  • Deutsche Bank am Abgrund
  • Absturz eines Hedgefonds-Stars
  • 1MDB-Skandal: Nach DiCaprio auch Robert de Niro im Visier
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Wo die grossen Vermögen lagern

Hier liegt das Geld

Ein virtueller Rundgang durch die Tresore der Schweizer Banken.

Selection

Selection

Das sind die teuersten Sportwagen

Ferraris, Lamborghinis oder Porsches erregen kaum mehr Aufmerksamkeit, ausser es handelt sich um ein seltenes Modell.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

Finma

Die Eidgenössische Finanzmarkt-Aufsicht Finma nimmt ihre digitale Zustellplattform in Betrieb. Diese ermöglicht es den Beaufsichtigten und Prüfgesellschaften, Jahresberichte und weitere Dokumente elektronisch einzureichen. Mit SuisseID lassen sich die Dokumente zudem elektronisch signieren.

weitere News