Ein Warnsignal an die Branche

Weltweit können immer weniger Bankkunden über positive Erfahrungen mit ihrer Bank berichten. Die Berater von Capgemini wissen, wie Finanzinstitute dies ändern könnten. 

Im vergangenen Jahr ist der durchschnittliche Anteil an Kunden, die positive Erfahrungen mit ihrer Retailbank gemacht haben, weltweit von 41,6 Prozent auf 39,5 Prozent gesunken.

Zu diesem Ergebnis kommt der World Retail Banking Report 2014, erstellt von der Beratungsfirma Capgemini. Daran teilgenommen haben mehr als 17'000 Kunden aus insgesamt 32 Ländern. 

Auch die Schweiz ist betroffen

Dabei verzeichnet über ein Viertel der teilnehmenden Länder einen Rückgang um mehr als zehn Prozent. Ein deutlicher Unterschied zu 2013, als Steigerungsraten von mehr als 20 Prozent keine Seltenheit waren.

In der Schweiz sank der Anteil der Befragten, die ihre Bank in guter Erinnerung haben, von 46,5 Prozent auf 42,1 Prozent. Damit nimmt die Schweiz Platz 13 im Ranking der Länder mit den zufriedensten Bankkunden ein.

Die Spitzenreiter – die Schlusslichter

Ganz vorne liegen Kanada, die USA und die Tschechische Republik. Das Schlusslicht bilden Frankreich, Saudi Arabien und Russland, wie die folgende Grafik zeigt.

CGklein

Klaus-Georg Meyer, Leiter Business & Technology Consulting Banken bei Capgemini, wertet diesen Rückgang als ein Warnsignal für die Branche. Denn Kunden, die gute Erfahrung mit ihrer Bank gemacht haben, bleiben ihrem Geldinstitut mehr als dreimal häufiger treu, als diejenigen mit negativen Erlebnissen. Das folgern die Autoren der Studie. Ausserdem sei die Weiterempfehlungsrate viel höher.

Negative Erlebnisse der digital versierten Generation

Laut dem Report hat die Generation Y einen deutlichen Anteil am aktuellen Rückgang der Kundenzufriedenheit. Das Hauptaugenmerk sollten Retailbanken deshalb vor allem auf diese technikaffine Generation, also die Geburtenjahrgänge von 1980 bis 2000, legen. «Die Wünsche und Erwartungen der Generation Y bestimmen die aktuelle und zukünftige Nachfrage im Bankgeschäft», sagt Meyer weiter.

Um diese Kunden aber besser zu erreichen, müssten Finanzinstitute digitaler, agiler und innovativer denken als bisher und ihre eigene digitale Transformation deutlich vorantreiben.

Digitale Transformation und Social Media

Konkret bedeutet das für die Generation-Y-Kunden: Attraktive Digital-Banking-Angebote, kanalübergreifende und personalisierte Interaktionen in Echtzeit und Investitionen in Social-Media-Strategien.

Die überwiegende Mehrheit aller Bankkunden (89 Prozent) weltweit habe heute bereits ein Social-Media-Account, und mehr als zehn Prozent der Befragten gaben an, ihre Bank mindestens einmal pro Woche via Social Media zu kontaktieren.

 

 

 

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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