Schweizer Banken: Massive Kostenunterschiede

Die Banken bieten ihren Kunden immer häufiger Service-Pakete für Konto, Kreditkarte und andere Dienstleistungen an. Doch wer hat die besten Konditionen? Ein Vergleich.

Viele Bank-Dienstleistungen kommen neuerdings im Gesamtpaket. Das heisst, diverse Produkte wie Privatkonto, Maestro-Karte, Sparkonto und Kreditkarten werden zu speziellen Konditionen gebündelt. Die Banken erhoffen sich davon eine engere Kundenbindung.

Der Schweizer Finanzvergleichsdienst «moneyland.ch» hat sich die Mühe genommen, die komplizierten Konditionen der Bankpakete erstmals in einem Vollkosten-Vergleich zu untersuchen.

Interaktiver Vergleich verfügbar

Dazu hat «moneyland.ch» mehr als 100 Kosten- und Zinsvariablen pro Bankpaket analysiert. Berücksichtigt wurden auch Spezialgebühren, Rabatte und Bonuspunkte.

beni 3«Da die Konditionen je nach persönlichem Nutzungsprofil erheblich variieren, haben wir zusätzlich zu den Profilen einen interaktiven Vergleich programmiert. So kann jede interessierte Person mit ihren individuellen Angaben das beste Bankpaket finden», sagt Moneyland-Geschäftsführer Benjamin Manz (Bild).

Der individuelle Vergleich empfiehlt sich, da sich die Ergebnisse und Ranglisten je nach Nutzerangaben stark ändern können.

«moneyland.ch» hat zur Übersicht die Kosten abzüglich der Zinserträge und Rabatte mit idealtypischen Profilen für die ersten drei Jahre errechnet. Denn viele Anbieter bieten für das erste Jahr Spezialkonditionen an, die ebenfalls berücksichtigt worden sind. Zu den analysierten Profilen gehören: Wenignutzer, Durchschnittsnutzer, Vielnutzer, jugendliche Nutzer und Nutzer in Ausbildung (Studierende).

Für Wenignutzer (Profil mit Jahrgang 1978, 5'000 Franken auf dem Privatkonto und 10'000 Franken auf dem Sparkonto) führt die Credit Suisse mit Bonviva Silver (Kosten minus Zinsen für 3 Jahre von 258.20 Franken) vor dem Paket MyNAB Silber der Neuen Aargauer Bank (285.75 Franken), MemberPlus von Raiffeisen (303.50 Franken), Pack Solo der BCN (328.50 Franken) und UBS Individual (342.25 Franken).

Für Durchschnittsnutzer (Profil mit Jahrgang 1978, 5'000 Franken auf dem Privatkonto und 15'000 Franken auf dem Sparkonto) gestaltet sich die Reihenfolge ähnlich: Zuoberst auf dem Podest ist die Credit Suisse mit Bonviva Silver (Kosten minus Zinsen für 3 Jahre von 331.80 Franken) vor MyNAB Silber (404.50 Franken), Raiffeisen MemberPlus (468.05 Franken), PostFinance Privatkonto Plus (511.65 Franken) und dem Servicepaket Comfort der TKB (522.15 Franken).

Auch für Vielnutzer (Profil mit Jahrgang 1978, 15'000 Franken auf dem Privatkonto und 50'000 Franken auf dem Sparkonto) liegt das Bonviva-Silver-Paket der Credit Suisse zuvorderst (Kosten minus Zinsen für 3 Jahre von 74.50 Franken), gefolgt von PostFinance Privatkonto Plus (102.50 Franken), vom Bonviva-Gold-Paket (177.60 Franken), MyNAB Silber (467.55 Franken) und MyNAB Gold (694.20 Franken).

Für jugendliche Nutzer (Profil mit Jahrgang 1998, 3'000 Franken auf dem Privatkonto und 5'000 Franken auf dem Sparkonto) führt das Jugendpaket UBS Generation (Zinsen minus Kosten für 3 Jahre: 85.55 Franken) die Rangliste an, gefolgt vom Servicepaket Young der TKB (Zinsen minus Kosten: 31.45 Franken), Compte Start 2 der BCJ (Kosten minus Zinsen: 77.75 Franken), dem JugendPLUS-Paket der SHKB (Kosten minus Zinsen: 143.70 Franken) und YoungMemberPlus von Raiffeisen (Kosten minus Zinsen: 153.30 Franken).

Für Personen in Ausbildung (Profil mit Studium, Jahrgang 1990, 5'000 Franken auf dem Privatkonto und 10'000 Franken auf dem Sparkonto) rangiert das Studentenpaket UBS Campus (Zinsen minus Kosten für 3 Jahre: 267.20 Franken) zuvorderst, gefolgt vom Servicepaket Student der TKB (243.55 Franken), dem CS-Paket Viva Student (60.30 Franken), dem BildungPlus-Paket der SHKB (53.15 Franken) und dem Newcomer-Paket der NAB (47.60 Franken).

Grossbanken erstaunlich gut positioniert

Es fällt auf, dass Grossbanken mit ihren Paketlösungen besser abschneiden als in den Einzelvergleichen. Das liegt unter anderem daran, dass sowohl Credit Suisse als auch die UBS ihre Paketlösungen mit zusätzlichen Bonuspunkten, Rabatten und teilweise höheren Zinssätzen attraktiver als die entsprechenden Einzelprodukte gestaltet haben.

Standard-, Gold- und Platinum-Pakete für Erwachsene

Manche Schweizer Banken bieten für erwachsene Nutzer ähnlich wie bei den Kreditkarten Standard-, Gold- und Platinum-Varianten an. In der Regel ist es so, dass die Standard-Pakete für Nutzerinnen und Nutzer günstiger sind als die Gold-Pakete, die wiederum günstiger sind als die Platinum-Pakete.

«Wer nur auf die Zinsen und Kosten schaut, fährt deshalb mit den Standard-Paketen meistens am besten», so Moneyland-Geschäftsführer Manz. Sinnvoll kann ein Upgrade für diejenigen Nutzer sein, welche die zusätzlich angebotenen Leistungen der Gold- und Platinum-Pakete (zum Beispiel der entsprechenden Gold- und Platinum-Kreditkarten) beanspruchen möchten.

Weiterführende Informationen

Den vollständigen interaktiven Vergleich mit individuellen Angaben. Nutzerinnen und Nutzer finden eine Reihe von weiteren Informationen zu Produktdetails, Zinssätzen und Spezialangeboten auf den jeweiligen Detailseiten der einzelnen Banken auf «moneyland.ch».

Filterkriterien ermöglichen zudem die Sortierung der Resultate nach zusätzlichen Dienstleistungen und Beratungssprachen. In der detaillierten Kostenaufschlüsselung sind jeweils die einzelnen Kosten- und Zinsbeträge für die gewählte Anzahl Jahre transparent sichtbar.

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

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Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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