Steuerstreit: Der Trick zieht wohl nicht

Laut neusten Andeutungen aus den USA soll sich wirklich Credit Suisse schuldig bekennen – und nicht etwa eine unwichtige Tochtergesellschaft.

Wieder ein Andeutungshappen im Zwist zwischen CS und USA: Die amerikanischen Strafverfolger seien kaum bereit, auf ein Schuldeingeständnis der Muttergesellschaft zu verzichten. Dies meldet «Bloomberg News» nach Gesprächen mit Behördenvertretern in den USA. 

Zuvor erschien die Idee als Lösung, dass lediglich eine kleinere Credit-Suisse-Einheit dem amerikanischen Druck nachgibt und sich schuldig bekennt, US-Bürgern illegal bei Steuerdelikten geholfen zu haben. Doch dies sei «keine ausgemachte Sache», sagte nun ein Eingeweihter gegenüber «Bloomberg»: Die US-Regierung konzentriere sich auf die Muttergesellschaft.

Einer der Gesprächspartner («another person familiar with the talks») nannte zudem eine – weitere – Grössenordnung, in der sich die Busse für die CS bewegen könnte: 1,6 Milliarden Dollar.

In der Vergangenheit konnten schon mehrere Banken eine Strafverfolgung abfedern, indem kleinere Tochtergesellschaften sich eines Vergehens schuldig bekannten – so UBS Japan für den UBS-Konzern im Libor-Skandal.

In diversen Medienberichten (etwa hier, hier und hier) war denn auch von einem «Geheimplan» berichtet worden, laut dem eine im Dezember gegründete CS-Tochter namens Credit Suisse International Advisors die Rolle des Schuldenbocks übernehmen könnte.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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