Wie sich die UBS in Asien feiert

Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt. Immerhin auch für einen guten Zweck.

Am vergangenen Wochenende konnte sich die UBS nicht nur als Hauptsponsorin des Formel-1-Betriebs in Singapur profilieren, sondern sie hatte gleichzeitig das Privileg, ihre 50-jährige Präsenz in Asien zelebrieren zu können. Dabei konnte sie ihr Logo an einem der signifikanten Hochhäuser am One Raffles Quay enthüllen.

Die erste Vertretung der UBS in Fernost geht auf den Schweizerischen Bankverein (SBV) zurück, der 1964 ein Büro – allerdings in Hongkong – eröffnete. In Singapur selber, einem Stadtstaat, der offiziell erst 1965 entstand, war es dann die Schweizerische Bankgesellschaft (SBG), die 1971 erstmals eine Vertretung eröffnete.

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(Im Bild von links nach rechts: Edmund Koh, UBS-CEO in Singapur, Chi-Won Yoon, UBS-CEO Asien-Pazifik, Sergio Ermotti, UBS-CEO, Ravi Menon, Managing Director Monetary Authority of Singapore, Axel Weber, UBS-Präsdent, Thomas Kupfer, Schweizer Botschafter in Singapur, Jürg Zeltner, CEO UBS Wealth Management.)

Enge Beziehungen mit dem Staatsgründer

Sie geht auf die engen Beziehungen zwischen dem damaligen SBG-Bankier Robert Holzach und dem Staatsgründer von Singapur, Lee Kuan Yew, zurück. Dieser nahm sich die Schweiz in vielen Belangen zum Vorbild, und dazu gehörte das Banksystem, bei dessen Aufbau die beiden Schweizer Grossinstitute massgebliche Hilfe leisteten, so dass Singapur heute das asiatische Zentrum für Wealth Management ist. In dieser Region wachsen die Kundenvermögen derzeit um rund 10 Prozent; in der Schweiz liegt dieser Wert im tiefen einstelligen Bereich.

Der damaligen «Entwicklungshilfe» – der SBV eröffnete in Singapur eine Geschäftsstelle 1975 – ist es unter anderem auch zu verdanken, dass die UBS seit 2007 im historischen Command House von Singapur ein für die Region bedeutendes Aus- und Weiterbildungszentrum unterhält. Denn nach wie vor herrscht in der boomenden Metropole, aber auch darüber hinaus, ein akuter Mangel an gut ausgebildeten Bankleuten.

Grösste Einzelaktionärin

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Die 50-jährige Präsenz in Asien verband die UBS am vergangenen Wochenende auch mit der Lancierung einer Akademie für junge Leute. Dabei sollen Kinder und Studenten aus allen Bevölkerungsschichten in den Bereichen Kunst, Finanzen und Führungskompetenz (Leadership) gefördert werden. Diese Initiative unter dem Titel «UBS Singapore Youth Academy» steht durchaus in der Tradition der Aufbauhilfe, welche die beiden Vorgänger Banken der UBS, also der die SBG und der SBV, einst geleistet haben.

Dass die UBS mit dem tropischen Stadtstaat stark verbunden ist, hängt ebenfalls mit der Tatsache zusammen, dass die Government of Singapore Investment Corporation (GIC) seit der Finanzkrise mit einer signifikanten Beteiligung von 6,4 Prozent die grösste Einzelaktionärin der Bank ist. Die GIC ist eine Behörde, die – ähnlich der Temasek Holdings – für die Verwaltung staatlicher Gelder zuständig ist. Vor diesem Hintergrund dürfte die Präsenz der UBS in Singapur auch in Zukunft zentral sein.

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Weltweit beschäftigt die UBS gemäss jüngsten Angaben rund 60'000 Personen, davon sind zwölf Prozent in Asien tätig, also rund 7'200. In Singapur sind rund 2'000 Beschäftigte tätig. Im asiatisch-pazifischen Raum verwaltet die Schweizer Grossbank 240 Milliarden Franken an Kundengeldern und ist damit führend in dieser Marktregion.

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