ZKB-Mitarbeiter mit Strafanzeige konfrontiert

Wegen einer Baupleite klagt ein Winterthurer Bauanwalt gegen zwei Mitarbeiter der Zürcher Kantonalbank. Diese sollen ihre Sorgfaltspflicht in grober Weise verletzt haben. 

Schwere Vorwürfe gegen die Zürcher Kantonalbank: Die Bank habe ihre Sorgfaltspflicht nicht wahrgenommen, behaupten drei frischgebackene Hauseigentümer aus Winterthur. Dies berichtete der «Landbote» am Mittwoch.

Hintergrund der Vorwürfe bildet die Wohnsiedlung Wegackerstrasse am Iberghang, die seit Anfang 2014 steht. Weil die zuständige Generalunternehmung Schneckenburger aus Fehraltorf inzwischen in Liquidation ist, drohen den Eigentümern auf Grund des Bauhandwerkerpfandrechtes Doppelzahlungen von Hunderttausenden Franken.

Tatbestände: Veruntreuung und Misswirtschaft

Die ZKB betreute als Hausbank das Generalunternehmerkonto und sicherte den betroffenen Familien laut dem Bericht die Überwachung des Kontos zu. Weil dies aber offenbar nicht funktionierte, reichen die betroffenen Eigentümer über ihren Anwalt Thomas Stössel aus Winterthur nun ein Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft ein.

Die Klage richtet sich gegen gegen zwei Angestellte der Zürcher Kantonalbank und vier ehemalige Mitarbeiter der Schneckenburger. Als mögliche Tatbestände werden unter anderem Veruntreuung und Misswirtschaft genannt, heisst es.

Chaotische Transaktionen beobachtet

Ein Hausbesitzer weist in einem weiteren Bericht des «Landboten» auf chaotische Zahlungseingänge und -ausgänge hin. «Millionenbeträge sind aus nicht nachvollziehbaren Gründen zwischen verschiedenen Konti transferiert worden», sagte er gegenüber der Zeitung «Landbote». «Nun ist das Geld verschwunden.»

Vom Konkursamt haben die Eigentümer zudem er­fahren, dass es auch nach dem Konkursbegehren im Juni 2014 zu Kontobewegungen gekommen ist, steht im Bericht weiter.

ZKB stützt sich auf das Bankgeheimnis

Die ZKB antwortete dem «Landboten» auf eine Anfrage schriftlich. Sie verweist auf das Bankkundengeheimnis. Die Bank könne deshalb zu allfälligen bestehenden oder beendeten Geschäftsbeziehungen keine Stellung nehmen.

Mit den betroffenen Eigentümern an der Wegackerstrasse kam es dem Bericht zufolge im Sommer zu einem kurzen Briefwechsel. Seit August haben die Betroffenen nichts mehr von der Bank gehört.

 

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