Sarasin-Razzia: Betroffene setzen zum Gegenschlag an

Nach der Razzia in mehreren Niederlassungen der Bank J. Safra Sarasin und bei nahestehenden Rechtsanwälten holen Betroffene zum Gegenschlag aus. Sie sprechen von «erschlichener Rechtshilfe».

Am Donnerstag hatte die Zürcher Staatsanwaltschaft auf Grund eines Rechtshilfegesuchs aus Deutschland mehrere Büros und Privatwohnungen in sieben Schweizer Kantonen durchsuchen lassen. Hintergrund ist der Vertrieb von Fonds, die auf umstrittene Steuertricks (Cum-Ex-Transaktionen) setzten.

Das Vorgehen sei «krass rechtsstaatswidrig» gewesen, sagt der Medienanwalt eines von der Razzia Betroffenen, wie die «NZZ am Sonntag» (Artikel kostenpflichtig) an diesem Wochenende berichtete. Bei der Bitte um Rechtshilfe hätten die deutschen Strafverfolger ihren Schweizer Kollegen eine problematische Stelle in einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) verschwiegen.

Urteil angeblich bewusst ignoriert

Der BFH hatte es vermieden, die Cum-Ex-Transaktionen vor 2012 als grundsätzlich illegal einzustufen. «Dem Vernehmen nach haben die verantwortlichen Ermittler das Urteil bewusst ignoriert, um monatelange Vollzugsvorbereitungen nicht abbrechen zu müssen», sagt der Anwalt.

Man müsse von «erschlichener Rechtshilfe» sprechen. Ein weiterer Rechtsanwalt, der mit Sarasin kooperiert hatte, kündigte im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag» an, sich «mit allen juristischen Mitteln» gegen allfällige Datenlieferungen nach Deutschland wehren zu wollen. Vier Polizeibeamte hatten am Donnerstag seine Privatwohnung durchsucht.

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Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

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Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

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Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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