Credit Suisse: Noch mehr Ärger mit dem goldenen Ei

Bei der Pleite des Davoser Hotels Intercontinental verlor ein CS-Fonds Immobilienfonds Millionen. Nun könnte der Bank auch noch eine Klage des Konkursamtes drohen.

Es war einer der grössten Flops in der Geschichte der Schweizer Hotellerie: Nach nur einem halben Jahr Betrieb musste das nagelneue, wegen seiner Form und Farbe als «goldenes Ei» bezeichnete Hotel Intercontinental in Davos letzten Mai Konkurs anmelden. Mittendrin war die Credit Suisse mit ihrem Immobilien-Fonds CS Real Estate Fund Hospitality, wie auch finews.ch berichtete. Das CS-Vehikel ist Eigentümerin des Hotels.

Seither verhandeln der CS-Immobilienfonds, Konkursverwalter Philipp Annen und weitere Gläubiger um die millionenschwere Konkursmasse. Offensichtlich ohne Erfolg.

Streit um Bankgarantie

Nun muss sich die Grossbank gar auf eine Klage des Konkursamtes Chur einstellen. Wie die «Sonntagszeitung» (Artikel in der Printausgabe) nämlich berichtet, sind der Immobilienfonds der Bank und Konkursverwalter nach monatelangem Tauziehen zu keiner Einigung gekommen. Nun bleibt offenbar nur noch der Weg übers Gericht.

Wichtigster Streitpunkt ist dem Zeitungsbericht zufolge eine Bankgarantie in der Höhe von 3 Millionen Franken, die der CS-Fonds von der faillierten Hotelbetreiberin Stilli Park AG schon kassiert hatte. Konkursverwalter Annen fordert die Rückzahlung eines Teils der Bankgarantie. Der CS-Fonds hat seinerseits beim Konkursamt Forderungen von 3,8 Millionen Franken angemeldet.

Wie die «Sonntagszeitung» weiter schreibt, wird das Konkursamt Chur im Laufe der Woche über das weitere Vorgehen informieren. Weder die Churer Amtsstelle noch die CS wollte sich zum Bericht äussern.

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