Erstmals eine Frau im SNB-Direktorium

Erstmals nach mehr als 100 Jahren nimmt eine Frau Einsitz im Direktorium der Schweizer Nationalbank. Die Finanzexpertin ersetzt den altershalber abtretenden Jean-Pierre Danthine.

Zum neuen Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat der Bundesrat auf den 1. Juli 2015 Andréa M. Maechler (Bild), zurzeit stellvertretende Leiterin des Bereichs «Global Markets Analysis» des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington, ernannt, wie einer Mitteilung vom Mittwoch zu entnehmen ist.

Maechler ersetzt im Direktorium Jean-Pierre Danthine, der auf Ende Juni 2015 altershalber zurücktritt. Sie übernimmt die Leitung des III. Departements der Nationalbank.

Neuaufteilung der Departemente

Der Bundesrat hat überdies Fritz Zurbrügg zum neuen Vizepräsidenten des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank ernannt. Zurbrügg, bisher Mitglied des Direktoriums und Vorsteher des III. Departements der Nationalbank, übernimmt diese Funktion und die Leitung des II. Departements auf den 1. Juli 2015.

Der 54-jährige Zurbrügg ist seit dem 1. August 2012 Mitglied des Direktoriums der Nationalbank. Zuvor war er Direktor der Eidg. Finanzverwaltung und von 2002 bis 2006 Exekutivdirektor für die von der Schweiz angeführte Ländergruppe beim IWF. Fritz Zurbrügg doktorierte 1989 an der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Erfahrung in internationalen Organisationen

Die 45-jährige Andréa M. Maechler besuchte die Schulen in der Westschweiz und erlangte nach Studien an der Universität Toronto, am Institut de Hautes Etudes Internationales in Genf und am Institut de Hautes Etudes en Administration Publique in Lausanne ihr Doktorat in internationalen Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2000 an der University of California, Santa Cruz.

Ihre berufliche Laufbahn führte sie in diverse internationale Organisationen und öffentliche Institutionen, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD), die Welthandelsorganisation (WHO) sowie die Schweizerische Nationalbank, den Internationalen Währungsfonds und den Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB).

Ausgewiesene Finanzexpertin

Im IWF übte sie verschiedene leitende Funktionen aus, bevor sie zur stellvertretenden Leiterin des Bereichs «Global Markets Analysis» ernannt wurde. Zu den Aufgaben dieses Bereichs zählen die Beobachtung der Kapitalmärkte, die Einschätzung der Systemrisiken und der makrofinanziellen Implikationen der Kapitalmarktentwicklung.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

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Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

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Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

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Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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