«Mister Dax» startet eigenen Fonds

Dirk Müller, Deutschlands bekanntester Börsenmakler, geht mit einem eigenen Aktienfonds seinen Weg. Die Namensgebung und die Anlagestrategie hat er dabei von zwei Investmentgurus abgeschaut.

Der deutsche Börsen- und Finanzprofi Dirk Müller (Bild) hat einen eigenen Fonds aufgelegt. Doch was hat «Mr. Dax» dazu bewogen, in der aktuellen Marktsituation einen eigenen Aktienfonds aufzulegen?

«Ich habe dieses Projekt gestartet, da es zwar zahllose Aktienfonds gibt, aber keiner mich so überzeugt hat, dass ich gerne mein eigenes Geld dort investiert hätte», sagte Müller dem Fondsportal «Fonds professionell».

Herausgekommen ist der «Dirk Müller Premium Aktien»-Fonds. Dass der frühere Börsenmakler die Bekanntheit seines Namens als Marketinginstrument nutzt, mag er von Rohstoff-Guru Jim Rogers abgeschaut haben. Doch ist es in der Branche ein eher ungewöhnlicher Brauch.

Noch mehr Gurus

In vielen Aspekten steht der Fonds zudem in der Tradition von Warren Buffett und dessen Mentor Benjamin Graham. Der Fonds investiert in weltweit tätige Unternehmen mit den Schwerpunkten USA und Europa nach einer «Value»-Strategie.

Nebst Value-Aspekten wie Bilanzstärke, erfolgreiches Geschäftsmodell, steigende Unternehmensgewinne, überdurchschnittliche Ertragserwartungen berücksichtigt der Fonds auch Aspekte wie Transparenz, Fairness und Stabilität.

Keine Wetten auf Lebensmittel

Müller, der sich auch als Buchautor betätigt, verspricht den Anlegern «Eigenschaften, die mir bei anderen Fonds fehlten» – das sind aus seiner Sicht:

  • Je höher das Fondsvolumen, desto geringere Gebühren für jeden Einzelnen.
  • Kein Verleih von Aktien – sogenanntes «Repo», auch «Wertpapierleihe» genannt, ist ausgeschlossen
  • Verzicht auf Spekulationen mit Lebensmitteln und Aktien von Unternehmen, die in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf haben
  • Webinare und jährliche Anlegertreffen mit Dirk Müller
  • Absicherung gegen zu grosse Kursschwankungen statt Stop-Verkäufe zu tiefen Kursen

Da Müller kein professioneller Fondsmanager ist, hat er sich den Vermögensverwalter Focam zur Hilfe genommen. Die Fondsgelder werden von der M.M. Warburg Invest in Frankfurt verwaltet.

 

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

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Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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