Die UBS will an die Milliardäre Afrikas ran

Der afrikanische Kontinent wird dank einer wachsenden Mittelschicht zunehmend interessant für Privatbanken. Die UBS will sich nun früh ein Stück des Kuchens sichern.

In Asien findet sich alles, was das Herzen eines Private Bankers höher schlagen lässt: Der rapide Aufschwung riesiger Volkwirtschaften, die Bildung internationaler Unternehmen und das Heranwachsen einer konsumfreudigen Mittelschicht haben der Region zu überdurchschnittlichem Wachstum verholfen – vor allem auch zu einer überdurchschnittlich wachsenden Anzahl von Millionären und Milliardären.

Dasselbe gilt für Afrika, genauer das Sub-Sahara Afrika, wenn auch auf tieferer Flamme. Entsprechend gibt es noch viele weisse Flecken für das Private Banking.

Die Entwicklung ist für die UBS interessant. Martin Emodi, Leiter Wealth Management Afrika, sagte am Donnerstag am WEF in Kapstadt laut der Nachrichtenagentur «Bloomberg»: «Der Wohlstand wächst allgemein schneller. Er wächst nun gleich schnell wie in Asien.» Vor allem aber sei der Private-Banking-Markt in Afrika noch nicht besetzt. «Darum ist er für uns so wichtig.»

Bis zu 200 Milliardäre?

Wie gross das effektive Potenzial sogenannter HNWI und vor allem UHNWI-Kunden in Afrika tatsächlich ist, ist schwer zu schätzen. Laut dem Beratunsgunternehmen Cap Gemini hat sich die Zahl der Superreichen in Afrika von 2003 bis 2013 verdoppelt.

Die Zeitung «Le Temps» wiederum hat vergangenes Jahr die Prognose einer französischen Studie zitiert. Demnach werde die Anzahl Superreicher in Afrika bis 2023 um über 50 Prozent auf 2'858 Individuen anwachsen. Darunter wären dann 38 Milliardäre, im Vergleich zu derzeit rund 25.

Doch unter den afrikanischen Superreichen scheint es eine nicht unerhebliche Dunkelziffer zu geben. So hatte Pionier-Investor Mark Mobius 2012 gemutmasst, dass Afrika bis zu 200 Milliardäre domiziliert. Für die UHNWI-Kunden in Afrika ist bei der UBS Kerstin Engler verantwortlich.

Schlüsselmarkt Nigeria

Der reichste bekannte Afrikaner ist Aliko Dangote in Nigeria mit rund 15 Milliarden Dollar, der sein Vermögen mit Zement gemacht hat. In seiner Unternehmensgruppe sind aber auch Mobilfunknetzbetreiber und Öl-Felder.

Nigeria ist denn auch einer der Schlüsselmärkte, den die UBS anvisiert. 2014 hatte sie in Lagos eine Niederlassung eröffnet. Präsent ist sie auch in Südafrika. In Nigeria schaffe die Öl-, Gas- und Telekomindustrie viel Reichtum, so UBS-Manager Emodi.

In Südafrika sei es ebenfalls das Telecom-Geschäft, aber auch im Konsumbereich. In Ostafrika seien viele Reiche im Handel, im Kaffeegeschäft oder im Tourismus tätig. Entsprechend werde sich die UBS auch auf die Länder Kenya, Tanzania und Uganda konzentrieren.

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