Julius Bär wehrt sich vehement gegen falsche Anschuldigungen

In ungewöhnlich harschem Wortlaut wehrt sich die Bank Julius Bär gegen Falschmeldungen, die ein Journalist im Zusammenhang mit der Fifa publiziert hat.

Die «Handelszeitung» berichtete am Mittwochabend in einer Vorabmeldung, dass mehr als zehn Top-Leute der Fifa Konten bei der Zürcher Privatbank Julius Bär gehabt hätten. Diese Kunden seien jeweils exklusiv von einem Mitglied der Geschäftsleitung betreut worden.

Daraus folgert die Zeitung in ebendieser Vorabmeldung: «Die Zürcher Privatbank ist neben der Fifa-Hausbank UBS in den Fifa-Skandal verstrickt. Jetzt tauchen Details über Kontobeziehungen von angeklagten oder verdächtigten Fifa-Chefs auf. So zeigen Recherchen der «Handelszeitung», dass es eine interne Regel galt, wonach jedes Konto eines hohen Fussballfunktionärs exklusiv von einem Mitglied der Geschäftsleitung betreut wurde. Laut einer Quelle soll Bär Konten von einem Dutzend Fifa-Verantwortlichen geführt haben.»

Der Zeitung selber, die am (heutigen) Donnerstag erschien, waren die Vorwürfe in dieser Form nicht mehr zu entnehmen. Der Grund dafür war eine Intervention der Bank Julius Bär, wie am Donnerstagnachmittag von der «Handelszeitung» zu erfahren war. 

Diverse Falschmeldungen

Parallel dazu meldete sich am Donnerstag auch Julius Bär in einem Communiqué zu Wort und zwar in einem ungewöhnlich scharfen Ton.

Die Bank schreibt darin: «Diese Vorabmeldung, die falsche Behauptungen enthält, wurde von der «Handelszeitung» für die heutige Printausgabe zwar teilweise korrigiert. Die Zeitung hat es aber unterlassen, die korrigierte Version den Medien ebenfalls zukommen zu lassen, was zu den heutigen Falschmeldungen in diversen Zeitungen geführt hat.»

Konkret ermittelt die Bundesanwaltschaft schon seit mehr als vier Monaten gegen insgesamt gut 50 Banken, wovon Julius Bär eine davon ist. Zudem liegt die Zahl der betroffenen Fifa-Mitarbeiter, die offenbar ein Konto bei Julius Bär haben sollen, im tiefen einstelligen Bereich, und diese Kunden würden nicht als so genannte «politically exposed persons» (Pep) betreut, wie auf Anfrage von finews.ch bei Julius Bär zu erfahren war.  

Ein Wiederholungstäter

Weiter schreibt die Bank in ihrer Mitteilung vom Donnerstag: «Die Bank Julius Bär wird sich mit allen Mitteln gegen die geschäftsschädigenden und jeder Grundlage entbehrenden Behauptungen wehren. Insbesondere wird sie rechtliche Schritte gegen die «Handelszeitung» und den Autor des Artikels, Lukas Hässig, einleiten. Letzterer hat in der gleichen Thematik erst kürzlich tatsachenwidrige und ebenfalls jeder Grundlage entbehrende Behauptungen publiziert.»

Hässig ist auch der Betreiber des Branchenportals «Inside Paradeplatz». Dort publizierte er Ende September 2015 einen Beitrag, dem zu entnehmen war, der derzeit suspendierte Fifa-Präsident Sepp Blatter hätte ein Konto bei Julius Bär. An dieser Behauptung stiess sich die Bank.

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