UBP-Gründer Edgar de Picciotto verstorben

Edgar de Picciotto (1929-2016)

Edgar de Picciotto (1929-2016)

Mit Edgar de Picciotto ist am Sonntagabend einer der ganz grossen Schweizer Privatbankiers verstorben. 

Der Gründer der Union Bancaire Privée (UBP), Edgar de Picciotto, verstarb nach einer langen Krankheit in seinem 87. Lebensjahr, wie die Bank in Genf entsprechende Informationen bestätigte. Bis zuletzt war er nicht nur Verwaltungsratspräsident seines Unternehmens, sondern nahm auch am operativen Geschäft rege teil. 

Der gebürtige Libanese jüdischer Abstammung studierte zuerst Ingenieurswissenschaften bevor er mit seiner Familie in den 1950er-Jahren von Beirut via Italien in die Schweiz flüchtete. Im Jahr 1955 gelangte er nach Genf, wo er in die kleine Société Bancaire de Genève «einheiratete».

Unterstützung aus Zürich

Im Jahr 1969 gegründete er dann mit dem Zürcher Privatbankier Nicolas Bear die Compagnie de Banque et d'Investissement (CBI), mit der er im Jahr 1990 die wesentlich grössere Trade Development Bank - American Express Bank (TDB) übernahm. Daraus entstand dann die heutige Union Bancaire Privée.

De Picciotto, der 1972 die Schweizer Staatsbürgerschaft erlangte, investiert auf dem Schweizer Finanzplatz schon sehr früh und höchst erfolgreich in alternative Anlagen, namentlich in Hedgefonds. Damit war er seiner Zeit weit voraus und verhalf ihm zu einem privaten Vermögen zwischen zwei und drei Milliarden Franken. 

Zurück auf der Kommando-Brücke

Trotz dieser Erfahrung geriet die UBP im Jahr 2008 in den Strudel des amerikanischen Grossbetrügers Bernard Madoff und erlitt einen herben Reputationsverlust. Nicht zuletzt dank seines beherzten Eingreifens ins operative Geschäft schaffte es der dannzumal knapp 80-jährige de Picciotto, die Bank wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Heute leitet sein Sohn, Guy de Picciotto, die Bank. 

Im vergangenen Frühjahr sorgte die UBP für Aufsehen, als sie das internationale Geschäft der britischen Privatbank Coutts übernahm.

Eine ausführliche Würdigung Edgar de Picciottos folgt noch.

 

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NEWS GANZ KURZ

Pensionskassen

Gemäss der Pensionskassen-Studie der ZKB-Tochter Swisscanto haben die Schweizer Vorsorge-Werke im Jahr 2015 trotz höherem Risiko weniger verdient. Demnach erzielten die Pensionskassen eine Performance von durchschnittlich 1,13 Prozent (Vorjahr: 7,31 Prozent). Somit verfehlten sie nicht nur die durchschnittlich angestrebte Zielrendite von 3,9 Prozent, sondern auch die Mindestzins-Vorgabe von 1,75 Prozent deutlich. Dies trotz einer Zunahme der risikobehafteten Anlagen.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank lanciert das Login per Fingerabdruck in die GLKB Mobile Banking App. Die Sicherheit mit dem neuen Login-Verfahren bleibt laut Mitteilung unverändert hoch.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich mit 9 Prozent am Aktienkapital der Swiss Bankers Prepaid Services (SBPS). Postfinance arbeitet bereits seit Jahren mit der Dienstleisterin im Bereich Reisezahlungsmittel zusammen. Im Zuge des Engagements wurde Nicole Walker, Leiterin Produktmanagement Zahlungslösungen bei der Post-Tochter, in den Verwaltungsrat der SBPS gewählt.

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer weist im BVG-Geschäft eine Auschüttungs-Quote von 92,9 Prozent aus. Die Prämien in der Kollektivversicherung stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent auf 8,69 Milliarden Franken. Um die Leistungsversprechen langfristig zu sichern, wurden zusätzliche technische Rückstellungen von 939 Millionen Franken gebildet.

Helvetia

Die Helvetia ist in der Schweiz in der beruflichen Vorsorge 2015 mit den periodischen Prämien gewachsen, hat aber bei den Einmaleinlagen zurückhaltend neues Geschäft gezeichnet. Total ging das Prämienvolumen um 4,1 Prozent auf 2,55 Milliarden Franken zurück.

Axa Winterthur

Die Axa Winterthur hat 2015 in der Beruflichen Vorsorge (BVG) den Gewinn leicht gesteigert. Das Betriebsergebnis aus dem der Mindestquote unterstellten Geschäft nahm um 10 Millionen Franken auf 221 Millionen Franken zu. Dagegen gingen die gesamten Prämieneinnahmen aufgrund weniger Neuabschlüsse in der Vollversicherung zurück.

Luzerner KB

An der Generalversammlung der Luzerner Kantonalbank haben die Aktionäre der beantragten Ausschüttung von 11 Franken via Nennwertrückzahlung zugestimmt. Sie wählten Andreas Emmenegger neu in den Verwaltungsrat. Aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 15 Jahren wurde Christoph Lengwiler aus dem Gremium verabschiedet.

Valiant

Die Aktionäre der Valiant Bank haben der Erhöhung der Dividende auf 3,60 Franken zugestimmt und den Zuger Othmar Stöckli in den Verwaltungsrat gewählt. Er ersetzt Franz Zeder, der nach 14 Jahren aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Postfinance

Die Post-Tochter hat ihr Online-Trading-Angebot überarbeitet. Via die neue Benutzeroberfläche können Kunden in Echtzeit an den wichtigsten Börsenplätzen der Schweiz, Europas und Nordamerikas selbstständig Aktien, Obligationen, Fonds, ETFs und Derivate handeln, wie es hiess. Entwickelt wurde die neue Plattform von der Postfinance-Partnerin Swissquote.

Zurich

Der Versicherer Zurich Insurance hat eine nachrangige Anleihe in Höhe von 750 Millionen Euro platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis Oktober 2046 und ist erstmals im Oktober 2026 kündbar. Die Transaktion richtet sich gemäss der Mitteilung an Investoren in Europa.

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