Die Bankiervereinigung schiesst gegen das DoJ

Schweizerische Bankiervereinigung

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Ungewöhnlich scharf kritisierte die Lobby der Schweizer Banken das Vorgehen der US-Justizbehörden. Die Voten lösten in den US-Medien Befremden aus – und könnten zum Bumerang werden.

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat am Mittwoch auf ihrer Homepage einen Artikel publiziert, der harte Vorwürfe an die Vorgehensweise der amerikanischen Justiz (Department of Justice DoJ) in Sachen US-Steuerprogramm richtet.

So hinterlasse die intransparente Vorgehensweise des amerikanischen Behörde bei der Kalkulation von Banken-Bussen einen bitteren Nachgeschmack. Und dies wiederum lasse Zweifel aufkommen, ob das DoJ bei der Berechnung immer fair vorgegangen sei. 

Allerdings bliebe den Schweizer Banken nichts anderes übrig, als diesen Weg zu gehen. Nur so könnten sie unbelastet in die Zukunft schauen, hiess es weiter.

Ein Bärendienst für die Banken?

Auch wenn die SBVg recht behalten mag, muss das Gifteln des Lobbyverbands gegen die gefürchtete amerikanischen Justizbehörde überraschen – und es ist womöglich gar kontraproduktiv.

Denn das US-Steuerprogramm ist für die Kategorie-1-Banken noch nicht abgeschlossen. So warten etwa die Zürcher und Basler Kantonalbanken oder die Privatbank Rahn & Bodmer immer noch auf das Urteil aus Übersee. Die betroffenen Banken geben sich in dieser Sache äusserst bedeckt und halten auch mit Kritik zurück. Sie wollen vor allem eines nicht: provozieren.

Weiter drohen Schweizer Banken auch in anderen Ländern wie Frankreich oder Deutschland noch Bussen in Millionenhöhe wegen mutmasslicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Eine «lächerliche» Reaktion

Bei gewissen US-Medien ist der Artikel denn auch mit Befremden aufgenommen worden. So bezeichnete ein Ökonomie-Professor aus Berkeley im Interview mit dem US-Newsportal «Quartz» die Reaktion der SBA als «lächerlich».

In Wahrheit seien viele Schweizer Banken unglaublich reich geworden, indem sie Erträge, die eigentlich für die Regierung bestimmt gewesen wären, gestohlen hätten, fährt der Professor fort. So gesehen seien die Bussen bislang sehr klein ausgefallen.

Bleibt zu hoffen, dass sich das DoJ nicht der Meinung des Professors anschliessen wird.

 

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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