Wer beim neuen Fintech-Verband die Zügel in der Hand hält

Patrick Baumberger, Swiss Fintech Innovations

Patrick Baumberger, Swiss Fintech Innovations

Die Vereinigung Swiss Fintech Innovations will die Schweiz als führenden Fintech-Standort etablieren. finews.ch stellt die Geschäftsleitung vor, die das operativ umsetzen soll.

Swiss Fintech Innovations rührt mit der grossen Kelle an: wie der neu gegründete Verband am Donnerstag mitteilte, will er innovative Jungfirmen anziehen, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft fördern und für optimale regulatorische Rahmenbedingungen und technische Standards sorgen.

Ziemlich viele Bälle also, welche die operative Leitung von Swiss Fintech Innovations in der Luft zu halten hat. Wie der Verband auf Anfrage von finews.ch mitteilte, handelt es sich dabei um ein vierköpfiges Gremium.

In der Geschäftsleitung sitzen demnach Attila Makra, Head of Technology Innovation bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), ausserdem Patrick Baumberger, New Business Innovator bei Raiffeisen Schweiz und Stefan Bütler, Business Manager Digitization bei der Bank Vontobel.

Stütze für Jungunternehmer

Für die Forschung ist Thomas Puschmann mit im Boot, wie finews.ch bereits berichtete. Er ist Leiter des Swiss Fintech Innovation Lab an der Universität Zürich und einer der Initianten von Swiss Fintech Innovations.

Bei diesen Kräften dürfte es sich aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen allesamt um «Teilzeitler» handeln. Wie Recherchen von finews.ch im Vorfeld der Gründung ergeben haben, hatte der Verband intensiv nach einer Vollzeitkraft für das Tagesgeschäft Ausschau gehalten.

Dies wird insbesondere von den im Verband vertretenen Start-ups gefordert. Jungunternehmer können sich verständlicherweise nicht noch um Regulation und internationales Standort-Marketing kümmern.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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