Credit Suisse verliert Top-Bankerin Maya Salzmann

Eine der höchsten Frauen in der Credit Suisse verlässt die Grossbank. Meinungsdifferenzen mit Vorgesetzten führten mit zum Zerwürfnis.

Für sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es ein Schock. «Die Fahnen sind auf Halbmast», heisst es intern; man spricht sogar von einer Tragödie. Am vergangenen Montag wurde bekannt, dass die Private-Bankerin Maya Salzmann die Credit Suisse nach mehr als dreissig Jahren verlässt. Sie steht noch sechs Monate auf der Payroll und kann sich intern auch nach einem neuen Job umsehen. Salzmann leitete bisher als Managing Director die Marktdivision UK/International, ein weitläufiges Gebiet, das sich quer durch ganz Europa erstreckt und das für rund 40 Prozent des Erfolgs im Bereich EMEA aufkommt.

Salzmann, die ihre Berufskarriere 1976 mit einer Banklehre bei der SKA startete, galt innerhalb der Credit Suisse seit langem als «Grande Dame» des Private Banking; ihr waren rund 800 Beschäftige unterstellt. Bekannt und geschätzt war sie für ihre hohe Sozialkompetenz und pragmatische Art. Sie war stets erfolgreich und scheute sich nie, ihre eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen. Das dürfte ihr nun zum Verhängnis geworden sein.

In der von einigen männlichen Alphatieren dominierten Credit Suisse konnte sie sich immer weniger durchsetzen, oder ihre Anträge und Anliegen wurden auf die lange Bank geschoben. Das führte nun zum vorläufigen Ende ihrer Karriere bei der Grossbank. Salzmann war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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