LGT Treuhand: Steuersünderin abgeblitzt

Steuersünder können wegen des Datendiebstahls bei der früheren LGT Treuhand vorerst noch nicht mit Schadenersatz rechnen.

Das fürstliche Landgericht in Vaduz hat die Forderung einer Kölnerin mit Urteil vom 11. Mai abgewiesen. Die deutsche Steuersünderin hatte von der mittlerweile verkauften und in Fiduco umbenannten LGT Treuhand 395'200 Euro verlangt, wie das «Liechtensteiner Vaterland» schreibt.

Die Klägerin argumentierte in ihrer Klage, ihr seien Kosten entstanden, weil die Treuhandtochter der Bank des Fürsten von Liechtenstein sie zu spät über den Datenklau informiert habe. Sie sei deshalb um die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige beim deutschen Fiskus gebracht worden.

Überraschendes Urteil sorgt für Verwirrung

Die Frau musste in ihrer Heimat zusätzlich zu ihrer Steuerschuld einen Betrag in Höhe von 300'000 Euro zahlen, um die Einstellung des Verfahrens zu erreichen. Vor dem Landgericht in Vaduz forderte sie Ersatz für diese so genannte Einstellungsauflage und machte zusätzlich Anwaltskosten in Höhe von 95'200 Euro geltend, wie die Zeitung schreibt.

Das Urteil des Landgerichts komme für die aufgeflogenen Steuersünder überraschend und werde für einige Verwirrung sorgen, mutmasst das «Liechtensteiner Vaterland». Im Musterprozess gegen die LGT Treuhand hatte das Landgericht im Januar einem deutschen Steuersünder teilweise recht gegeben – trotz ähnlicher Ausgangslage.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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