Betrugsfall belastet die Marke UBS stark

Die kürzlichen Fehlspekulationen eines Londoner Händlers haben massive Auswirkungen auf den Wert der Marke UBS, wie eine neue Analyse zeigt.

Gemäss Angaben des britischen Markenspezialisten Brand Finance büsste die UBS durch den Betrugsfall von Kweku Adoboli in einem an sich schon schwierigen Umfeld noch zusätzlich an Reputation ein. Die Schweizer Grossbank verlor seit Jahresbeginn rund 3,5 Miliarden Franken an «Brand Value».

Anfang 2011 belief sich der Markenwert der UBS noch auf 8,92 Milliarden Franken. Dieser Wert reduzierte sich innert neun Monate um 39 Prozent auf 5,43 Milliarden Franken, wie Brand Finance schreibt. Dabei sei der kürzliche Betrugsfall in London nur das letzte Kapitel in einer ganzen Reihe von Problemen und Krisen bei der UBS, wie David Haigh, CEO von Brand Finance, erklärt.

Denkbar ungünstiger Zeitpunkt

Am Anfang stehen die Verluste im amerikanischen Subprime-Geschäft ab Sommer 2007 sowie kurz danach der Steuerstreit mit den USA. Hinzu gesellten sich der politische Druck aus der EU sowie die kürzlichen Sparmassnahmen. Vor diesem Hintergrund sei der Betrugsfall von Kweku Adoboli zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt aufgeflogen, sagt David Haigh weiter.

Aktuell gilt Nestlé als die stärkste Schweizer Marke mit einem Wert von 15,6 Milliarden Franken. Zu Jahresbeginn war der Brand sogar noch 15,7 Milliarden Franken wert gewesen.

Auch CS büsste ein

An zweiter Stelle folgt die Credit Suisse mit einer Brand Value von aktuell 11,34 Milliarden Franken. Auch die zweite Schweizer Grossbank musste vor dem Hintergrund des schwierigen Branchenumfelds eine Wertminderung in Kauf nehmen.

Anfang Jahr hatte der Wert der Marke CS noch 12,15 Milliarden Franken betragen. Die entspricht einem Rückgang von 7 Prozent.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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