Schweiz gilt immer noch als Steueroase

Aus einer amerikanischen Studie geht hervor, dass die Schweiz trotz diverser Steuerabkommen noch immer als das Steuerparadies schlechthin gilt.

Laut einem Bericht der Non-Profit-Organisation Tax Justice Network, der von der Nachrichtenagentur «Reuters» zitiert wird, thront die Schweiz noch immer an der Spitze der Liste der Länder, die als Steuerparadiese bezeichnet werden.

Dies, obwohl die Eidgenossenschaft in jüngster Vergangenheit mit diversen Ländern neue Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat – so auch mit den USA. Entsprechend ist auch die Qualität des Berichts etwas zu relativieren.

Schweiz macht den Hof

Solche Abkommen seien nur «widerwillig» mit entwickelten Ländern zustande gekommen, während die Schweiz gleichzeitig in Entwicklungsländern Steuersünder «den Hof mache», heisst es in dem Bericht weiter.

Die Bemühungen der Schweiz den Standards der OECD nachzukommen werden überdies als «ineffektiv» bezeichnet. «Die weitverbreitete Verstrickung [der Schweiz] in der Verwaltung und Benutzung von Trusts, Stiftungen und Offshore-Unternehmen stelle weiterhin eine bedeutende Hürde im Vorgehen gegen Steuerhinterziehung und rechtswidrige Finanztransaktionen dar», heisst es weiter.

Wo bleibt Delaware?

Welche anderen Länder angeschwärzt werden, wird hingegen nicht erwähnt. Und ob die hauseigene US-Steueroase Delaware in der Studie berücksichtigt wurde, ist auch nicht ersichtlich.

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NEWS GANZ KURZ

BDO übernimmt govAccess

Die in der Unternehmensberatung tätige Firma BDO übernimmt die govAccess GmbH, eine auf internationale Human Resources-Dienstleistungen spezialisiertes Gesellschaft mit Sitz in Zürich. BDO setzt mit dieser Übernahme gemäss eigenen Angaben ihre Positionierung im Grosskundenmarkt fort.

Partners Group

Der Asset Manager ist einer der Investoren des neuen S-Bahnnetzes der australischen Metropole Sydney. Die gesamte Investitionssumme beläuft sich auf rund 3,7 Milliarden Dollar und Partners Group soll rund 20 Prozent am Projekt halten. Weitere 20 Prozent sollen dem australischen Infrastruktur-Manager Palisade Investment Partners und der MTR Gruppe in Hongkong gehören.

Carmignac

Die Carmignac-Gruppe erhält Zugang zum chinesischen Onshoremarkt. Diese Zulassung wird von der China Securities Regulatory Commission (CSRC) im Zusammenhang mit Lockerungsmassnahmen für Investitionen in China erteilt und ermöglicht den Zugang zum Markt für auf RMB lautende A-Aktien und lokale Anleihen.

Vanguard

Simon Vanstone, Europa-Chef beim US-Vermögensverwalter Vanguard und Leiter des institutionellen Geschäfts in London, ist im Alter von 53 Jahren unerwartet verstorben. Weitere Angaben machte Vanguard nicht.

Schwyzer KB

Die Schwyzer Kantonalbank hat eine Beteiligung der Nova Vorsorge gekauft und geht mit dem Vorsorgespezialisten eine strategische Zusammenarbeit ein. Bankkunden sollen in Zukunft massgeschneiderte Vorsorgelösungen angeboten werden. Die Schwyzer Kantonalbank wolle in den kommenden fünf Jahren zu der Vorsorgespezialistin in ihrer Marktregion werden, hiess es.

SNB

Die Schweizerische Nationalbank beläst ihr Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0 bis 0,25 Prozent. In ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung bekräftigten sie zudem, den Mindestkurs des Euro gegen den Franken mit aller Konsequenz durchzusetzen. Sie bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen.

Immobilien

Die Homegate AG übernimmt die Immobilienplattform home.ch, die von local.ch betrieben wird. Mit der Übernahme festigt Homegate ihre Position als Marktführerin in der Schweiz im Bereich der Immobilienplattformen.

Postfinance

Das Institut senkt die Zinsen auf Einlagen. Ab dem 1. November erhalten Postfinance-Kunden auf dem Geld in ihren Privatkonti noch 0,01 Prozent Zins. Auf dem Vorsorge 3a-Konto sind es noch 1,125 Prozent. Grund für die Senkung seien die anhaltend tiefen Zinsen an den Finanzmärkten.

Bankdatendiebstahl

Der Nationalrat will Diebe von Bankkundendaten härter bestrafen und auch Käufer ins Visier nehmen. Er hat am Dienstag als Erstrat entsprechende Gesetzesänderungen gutgeheissen. SP und Grüne waren dagegen. Künftig sollen Datendiebe mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden können, wenn sie die Daten verkaufen. Bislang galt die Höchststrafe von drei Jahren.

Kantonalbanken

Die 24 Kantonalbanken haben im ersten Halbjahr 2014 einen kumulierten Reingewinn von 1,4 Milliarden Franken erwirtschaftet, was einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht. Die anvertrauten Kundengelder betragen 337 Milliarden, ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Die Bilanzsumme hat sich um zwei Prozent auf 524 Milliarden Franken erhöht. Der Gewinnrückgang ist insbesondere auf das Zinsgeschäft zurückzuführen. Die Kantonalbanken senkten dabei auch ihren Geschäftsaufwand um 2,4 Prozent.

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