Schweiz gilt immer noch als Steueroase

Aus einer amerikanischen Studie geht hervor, dass die Schweiz trotz diverser Steuerabkommen noch immer als das Steuerparadies schlechthin gilt.

Laut einem Bericht der Non-Profit-Organisation Tax Justice Network, der von der Nachrichtenagentur «Reuters» zitiert wird, thront die Schweiz noch immer an der Spitze der Liste der Länder, die als Steuerparadiese bezeichnet werden.

Dies, obwohl die Eidgenossenschaft in jüngster Vergangenheit mit diversen Ländern neue Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat – so auch mit den USA. Entsprechend ist auch die Qualität des Berichts etwas zu relativieren.

Schweiz macht den Hof

Solche Abkommen seien nur «widerwillig» mit entwickelten Ländern zustande gekommen, während die Schweiz gleichzeitig in Entwicklungsländern Steuersünder «den Hof mache», heisst es in dem Bericht weiter.

Die Bemühungen der Schweiz den Standards der OECD nachzukommen werden überdies als «ineffektiv» bezeichnet. «Die weitverbreitete Verstrickung [der Schweiz] in der Verwaltung und Benutzung von Trusts, Stiftungen und Offshore-Unternehmen stelle weiterhin eine bedeutende Hürde im Vorgehen gegen Steuerhinterziehung und rechtswidrige Finanztransaktionen dar», heisst es weiter.

Wo bleibt Delaware?

Welche anderen Länder angeschwärzt werden, wird hingegen nicht erwähnt. Und ob die hauseigene US-Steueroase Delaware in der Studie berücksichtigt wurde, ist auch nicht ersichtlich.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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