Legalisierung in Liechtenstein günstiger

Britische Kunden mit undeklarierten Vermögen fahren offenbar besser, wenn sie das Geld über Liechtenstein als über die Schweiz deklarieren lassen.

Die britische Finanzmarktaufsicht hat der liechtensteinischen Bank Frick & Co. AG die Bewilligung zum Betrieb einer Zweigstelle in London erteilt, wie das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué mitteilte.

Dadurch ist die Privatbank aus Liechtenstein in der Lage, ihr Geschäft im Vereinigten Königreich rascher und zielgerichteter auszubauen. Als Privatbank mit familiärem Charakter will sie britische Kunden gemäss eigenen Angaben von den Vorzügen Liechtensteins begeistern.

«Das beginnt mit Liechtensteins Triple-A-Rating, geht über die kerngesunden Banken und dem soliden Staatshaushalt bis hin zur exzellenten Dienstleistungsqualität für unsere Kunden», erläutert Bank-Frick-Verwaltungsratspräsident Mario Frick.

Günstiger legalisieren als in der Schweiz

Bis zum Jahr 2015 ermöglicht die Liechtenstein Disclosure Facility (LDF) im Vereinigten Königreich steuerpflichtigen Personen ihre unversteuerten Vermögen zu attraktiven Bedingungen offenzulegen. 2013 tritt das Steuerabkommen zwischen UK und der Schweiz in Kraft, das eine Abgeltungssteuer vorsieht.

«Wir empfehlen britischen Kunden mit unversteuerten Vermögenswerten, die beiden Varianten noch vor dessen Inkrafttreten zu prüfen», so Verwaltungsratspräsident Mario Frick weiter. Denn die LDF ist in der Regel die attraktivere Option, um unversteuertes Vermögen gegenüber der britischen Steuerbehörde zu legalisieren.

Bestätigung von PwC

Das bestätigt auch ein Vergleich von PricewaterhouseCoopers LLP, bei der sie unter der LDF abgewickelte Mandate nach den Vorgaben des UK-Schweiz-Abkommens nachrechnete und dabei feststellte, dass die beim LDF anfallenden Steuern, Zinsen und Strafen weniger ins Gewicht fallen als die im UK-Schweiz-Abkommen vorgesehene Einmalzahlung.

Britische Kunden die ihr Vermögen, oder Teile davon, in der Schweiz verwalten lassen, können auch ohne bestehende Verbindung nach Liechtenstein von der LDF profitieren, sofern sie einen Teil davon nach Liechtenstein transferieren und damit – völlig legal – den sogenannten «Footprint» im Fürstentum hinterlassen.

Offenlegung der gesamten Offshore-Gelder möglich

«Weiter muss gesagt werden, dass die LDF den Kunden ermöglicht, ihre gesamten Offshore-Vermögen offenzulegen, während das Abkommen mit der Schweiz lediglich das Vermögen in der Schweiz umfasst und keinen Schutz gegen Strafverfolgung bietet, das LDF hingegen schon», so Verwaltungsratspräsident Mario Frick.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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