Bank Wegelin: Kein Schweizer Recht verletzt

Die USA konfrontiert nun auch Kundenberater der Bank Wegelin nach üblichen Anklagemuster. Die Privatbank bekräftigt ihre Sicht der Rechtslage.

Die Anklage gegen drei Mitarbeiter lautet auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Die in der Schweiz wohnhaften Männer sollen US-Steuerzahlern geholfen haben, über 1,2 Milliarden Dollar Schwarzgeld vor der Steuerbehörde zu verbergen (mehr dazu hier). Insgesamt wird bereits gegen elf Schweizer Banken ermittelt.

Das Bankhaus Wegelin bestätigte nun die Anklageerhebung amerikanischer Justizbehörden. Die Bank sowie die von ihr beauftragten US-Anwälte seien ausserdem auf die erwartete Auseinandersetzung vorbereitet. Seit April 2011 durchleuchteten Experten das gesamte Bankgeschäft mit US-Amerikanern über das letzte Jahrzehnt, wie die Bank mitteilte.

Wegelin sei weiterhin daran interessiert, zur Klärung der Angelegenheit mit früheren US-Kunden beizutragen und habe ihre Rechtsvertreter in den USA ermächtigt, entsprechende Verhandlungen mit den US-Justizbehörden zu führen.

Mitarbeiter in der Schweiz tätig

«Währenddem das amerikanische Recht Spielraum für strafrechtliche Schritte in der Sache zulässt, kann die Wegelin & Co. mit Gewissheit davon ausgehen, dass im gesamten Zeitraum kein Schweizer Recht verletzt worden ist», heisst es weiter in der Stellungnahme. Die angeklagten Mitarbeiter seien in der Schweiz für die Bank tätig gewesen, wie das in St. Gallen ansässige Institut erklärt.

Das Bankinstitut Wegelin & Co. – das in der gestern veröffentlichten US-Anklage übrigens nicht namentlich erwähnt wird – habe in der Zwischenzeit das Geschäft mit amerikanischen Kunden vollständig aufgegeben und die betroffenen drei Schweizer würden anderweitig eingesetzt, hiess es bei Wegelin abschliessend.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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