Fall Wegelin: Für Vontobel «kommt eine Fusion nicht in Frage»

Die Zürcher Bank Vontobel, an der Raffeisen 12,5 Prozent hält, will von einem Schulterschluss mit der neuen Notenstein Privatbank nichts wissen.

Die Raiffeisen-Gruppe avanciert mit ihrem Einstieg ins Schweizer Private Banking zu einem ernsthaften Konkurrenten für die Zürcher Bank Vontobel. Von daher erstaunt es nicht, wenn in Branchenkreisen bereits darüber spekuliert wird, ob es mittelfristig zu einer Fusion zwischen Vontobel und der neu gegründeten Notenstein Privatbank kommt.

«Nein, niemals», erklärte ein Vontobel-Sprecher auf Anfrage von finews.ch. Eine Fusion komme nicht in Frage und hätte auch keine Chance. Die Hauptaktionäre von Vontobel hätten bereits in der Vergangenheit immer klare Aussagen gemacht, wonach sie unabhängig bleiben wollten. «Daran hat sich nichts geändert», sagte der Sprecher weiter.

Grosse Chance für Vontobel-Plattform

Die Bank Vontobel sieht in dem neusten Engagement der Raiffeisen-Gruppe allerdings auch eine grosse Chance. Denn bei Vontobel geht man davon aus, dass neben Raiffeisen künftig auch die Notenstein Privatbank ihre Transaktionen über die Plattform von Vontobel abwicklen werde.

Die Zürcher Bank könnte so sein Volumen auf der eigenen Plattform massgeblich erhöhen, sagt der Sprecher.

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NEWS GANZ KURZ

Derivative Awards

Als Emittenten der besten Strukturierten Produkte sind an den «Swiss Derivative Awards» Julius Bär, Vontobel, Notenstein sowie zwei Mal Leonteq ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung als beste Market Maker ging an Vontobel und Leonteq. Das Prädikat «Bester Service» erhielten Vontobel, Notenstein, Leonteq und die Banque Cantonale Vaudoise.

Zürcher Kantonalbank

Die im Dezember 2014 angekündigte Akquisition der Swisscanto-Gruppe durch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist am 25. März 2015 vollzogen worden. In diesem Zusammenhang haben die an der Swisscanto beteiligten Kantonalbanken ihre Anteile an die ZKB veräussert.

Nationale Suisse

Das Appellationsgericht Basel-Stadt hat die nicht von Helvetia gehaltenen Beteiligungspapiere an Nationale Suisse für kraftlos erklärt. Die Dekotierung sämtlicher Namenaktien von Nationale Suisse erfolgt per 7. April 2015. Als letzter Handelstag der Aktien wurde der 2. April 2015 festgelegt.

DC Bank

Die in Bern domizilierte DC Bank hat im Geschäftsjahr 2014 die Erwartungen laut eigenen Angaben übertroffen. Der Bruttogewinn belief sich auf 4,5 Millionen, der Jahresgewinn auf 3,2 Millionen Franken. Sämtliche Geschäftssparten der Bank trugen gleichermassen zum starken Wachstum bei.

Zuger Kantonalbank

Zuger Kantonalbank lanciert eine Mobile Banking App. Damit können die Kunden ab sofort jederzeit mit dem Smartphone auf ihre Kontodaten zugreifen und Zahlungen, Überweisungen sowie Börsengeschäfte unterwegs erledigen.

Sika

Im Übernahmekampf um die Schweizer Chemiefirma ist ein wichtiges Urteil gefallen. Wie der Konzern mitteilte, stützt das Kantonsgericht Zug die Stimmrechtsbeschränkung der Sika-Erben-Familie Burkard. Die Familie Burkard hatte die Beschränkung ihrer Stimmrechte von 52 auf 5 Prozent vor Gericht angefochten – vergeblich. Das Urteil stützt die Position von Sika-Aktionären wie die Stiftung von Informatik-Milliardär Bill Gates. Diese wollen den Verkauf des Burkard-Anteils an die Sika-Konkurrentin Saint-Gobain verhindern.

Gottex

Der Westschweizer Vermögensverwalter Gottex hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für 2014 auf den 30. März 2015 verschoben. Grund dafür sei die Komplexität des ersten Jahresabschlusses nach der Fusion mit der EIM Group und «anderer, technischer Faktoren», teilt die Firma mit. Ursprünglich wollte sie ihre Zahlen am 23. März 2015 veröffentlichen.

Raiffeisen

Raiffeisen Schweiz emittierte erfolgreich ihre AT1 Hybridanleihe. Das Volumen beträgt 550 Millionen Schweizer Franken. Der Coupon für die ersten 5,5 Jahre wurde bei drei Prozent fixiert.

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