Die wertvollsten Bank-Marken der Welt

Was verbindet CS und UBS? Und was verbindet diese mit Julius Bär, EFG und Clariden Leu? All diese Marken sind heute deutlich weniger wert als vor einem Jahr.

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Der Markenwert von HSBC beträgt über 27,5 Milliarden Dollar, Wells Fargo wird mit knapp 23,5 Milliarden bewertet und die Bank of America mit knapp 23 Milliarden: Dies die Spitzenreiter, wenn es um die wertvollsten Marken in der Finanzwelt geht.

Das Ergebnis stammt vom «BrandFinance Banking 500», einer Erhebung, welche das amerikanische Beratungsunternehmen Brandfinance mit dem Fachblatt «The Banker» erarbeitet hat.

Damit verlor die Bank of America ihren Status als wertvollste Bank-Marke der Welt. HSBC hingegen konnte Wells Fargo überholen und tauschte Bronze gegen Gold. Unverändert hält sich Wells Fargo auf Platz zwei.

Auf den weiteren Plätzen folgen:

  • Santander: 20 Milliarden Dollar Markenwert
  • Chase: 19 Milliarden Dollar
  • Citi: 18,6 Milliarden Dollar
  • American Express: 18,2 Milliarden Dollar
  • BNP Paribas: 16,8 Milliarden Dollar
  • Bradesco: 15,7 Milliarden Dollar
  • sowie auf Rang 10 die China Construction Bank: 15,5 Milliarden Dollar.

Die 500 erfassten Bank-Marken büssten gegenüber dem Vorjahr summa summarum 94,8 Milliarden ein. Den grössten Sprung nach oben – mit einem Plus von 2,7 Milliarden – erzielte American Express. Am meisten verlor die wegen Zwangsvollstreckungs-Massnahmen im Heimmarkt sehr umstrittene Bank of America mit 11,1 Milliarden Markenwert.

USA und China top, Europa flop

Immerhin haben aber fünf der Top 10 der wertvollsten Bank-Marken ihren Sitz in Nordamerika. Auch die beiden chinesischen Institute China Construction Bank und die Agriculture Bank konnten sich weiterhin einen Platz unter den Top 20 sichern.

Anders sieht es bei den europäischen Häusern aus: Diese sackten dramatisch ab. 16 der 20 grössten Wert-Verlierer in diesem globalen Ranking der Marken kommen aus Europa – die britische HSBC bildet mit ihrem Spurt auf Rang 1 also eher eine gloriose Ausnahme.

Nähme man also den Markenwert zum Massstab, so könnte man behaupten, die USA erhole sich sehr viel schneller von der Finanzkrise. Es befinden sich gegenwärtig sogar mehr Banken aus den BRIC-Staaten in den Top 20 als Kredithäuser aus Europa.

Credit Suisse deutlich vor UBS

Ebenfalls unter den zehn grössten Verlierern befinden sich die Schweizer Grossbanken. Credit Suisse verlor insgesamt sieben Plätze und büsste einen Wert von 5,1 Millarden ein. Mit einer Bewertung von 8,3 Milliarden gilt sie nun nur noch als 22.-wertvollste Bankmarke der Welt.

Bei der UBS schaut es nicht besser aus. Diese sank beim globalen Markenwert auf 5,9 Milliarden Dollar – ein Minus von 3,9 Milliarden. Sie liegt somit auf Rang 30 (Vorjahr Rang 21).

Als dritte Schweizer Bank agiert Julius Bär mit einem Markenwert von über 1 Milliarde auf Rang 133 (Vorjahr: 122). Immerhin: Die ZKB kletterte 60 Plätze nach oben und erlangte Platz 144 (Vorjahr: 205), Markenwert: 873 Millionen. Der Grund dürfte darin liegen, dass sie als eines der wenigen Häuser mit AAA-Rating in diesen Zeiten etwas Attraktivität gewinnen konnte. Auch die anderen Kantonalbanken konnten zulegen.

Weitere Schweizer Vertreter unter den 500 wertvollsten Bank-Marken der Welt sind:

  • Waadtländer Kantonalbank, Rang 223 (Vorjahr: 307), 420 Millionen Dollar Markenwert
  • Vontobel, Rang 256 (291), 335 Millionen
  • Sarasin, Rang 272 (308), 303 Millionen
  • Rothschild Bank, Rang 288 (418), 270 Millionen
  • Basler Kantonalbank, Rang 303 (358), 247 Millionen
  • Clariden Leu, Rang 328 (196), 224 Millionen Franken. (Der weitaus deutlichste Rückgang in der Schweiz. Die geplante Integration scheint zumindest von dieser Seite nicht völlig verfehlt)
  • Luzerner Kantonalbank, Rang 344 (345), 215 Millionen
  • EFG, Rang 348 (313), 210 Millionen
  • Berner Kantonalbank, Rang 354 (274), 203 Millionen
  • PartnersGroup, Rang 371 (neu), 192 Millionen
  • St. Galler Kantonalbank, Rang 396 (470), 176 Millionen
  • GAM, Rang 405 (neu), 172 Millionen
  • Compagnie Financière Tradition, Rang 456 (409), 148 Millionen 

Damit zeigt sich, dass sich die Schweizer Banken – ohne Grossbanken – trotz aller Debatten um den Finanzplatz knapp halten konnten. Insgesamt schnitten acht Häuser in diesem Jahr besser ab als 2011, während sieben Banken an Rang verloren.

Der jährlich erhobene «BrandFinance Banking»-Index erfasst 500 Bankhäuser auf der ganzen Welt. Die Methodologie basiert dabei auf der Kapitalwertmethode und benützt zur Berechnung die DCF-Technik. Die geschätzten künftigen Lizenzgebühren (Lizenzpreisanalogie) werden dabei in die Gegenwart diskontiert und auf diese Art und Weise den Markenwert berechnet.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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