Mai
17
2012
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Wer hat sie verraten? Im Steuerstreit wurde die UBS von den US-Behörden zur Information verpflichtet, die Empfängerbanken von US-Kunden zu nennen.

War's die Finma? Waren es reuige amerikanische Steuersünder? Oder war's die UBS? Die Branche rätselt seit längerem, wie die US-Ermittler konkret erfuhren, dass Banken wie Wegelin, Julius Bär oder die Basler Kantonalbank in grösserem Stil Kunden von der UBS übernommen hatten.

Wie die «Handelszeitung» nun meldet, war die Grossbank selber die Haupt-Informationsquelle. Die amerikanischen Ermittler griffen für ihre laufenden Ermittlungen gegen elf Schweizer Banken auf Informationen zu, welche ihnen die UBS 2010 geliefert hatte. 

Laut Dokumenten, die der «Handelszeitung» vorliegen, enthielten bei geschlossenen Konten die UBS-Dossiers jeweils die Angabe, an welches Institut die Gelder überwiesen worden waren. Die US-Behörden hätten die Grossbank zu diesen Informationen im Amtshilfeverfahren verpflichtet.

Nicht direkt, aber indirekt

Die UBS bestätigt das: «Sowohl unter der Verfügung der Finma als auch gemäss der Amtshilfeverfügung war die UBS angewiesen, den Schweizer Behörden auch die Korrespondenz mit dem Kunden und die Schliessungsinstruktionen zu liefern», sagt UBS-Sprecher Serge Steiner. Die Behörden leiteten diese Informationen an die USA weiter.

Bislang war nicht bekannt, dass die UBS diese sensiblen Daten weitergegeben hatte. Ex-Chef Oswald Grübel hatte erst kürzlich in einem Interview gesagt, er wisse nichts von einer solchen Information an die US-Behörden. UBS-Sprecher Steiner sagte wiederum am 20. Januar im «Tages-Anzeiger», die UBS habe «nie institutsspezifische Informationen an die USA geliefert».

Kommentare 

 
#3 arno wahl 2012-02-09 18:54
nun, Vorstaende (auch bei der UBS) sind sehr eigenartige Individuen teils grenzwertig und nicht immer dem Job gewachsen. Da man in diesem Bereich der Verwaltungsraete aber alles "spezielle" deligieren kann gibts auch leider wenig Haftungsmoeglichkeiten, bei den "Aufsichts"raeten ist es eh noch schlimmer,leider !
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#2 Peter Kuehnis 2012-02-09 00:09
zitiere weninteressierts:
..und wenn im Dezember 2012 die Welt untergeht: Die UBS ist schuld. Das wussten schon die MAIA vor 5000 Jahren und die Schweizer werden bis 50.000 nach Christi der UBS noch Vorhaltungen machen...
...weil Eigenverantwortlich ist ja niemand. Es sind immer die anderen.


Es interessiert durchaus. - Es ist nämlich typisch zu sehen dass ein CEO wieder mal erklärt er hätte nichts gewusst und dass oberste Führungskräfte nie Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen haben. - Es sollte eigentlich durchaus auch die Staatsanwaltschaft zu interessieren haben.
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#1 weninteressierts 2012-02-08 22:21
..und wenn im Dezember 2012 die Welt untergeht: Die UBS ist schuld. Das wussten schon die MAIA vor 5000 Jahren und die Schweizer werden bis 50.000 nach Christi der UBS noch Vorhaltungen machen...
...weil Eigenverantwortlich ist ja niemand. Es sind immer die anderen.
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