Die grössten Vermögens-Verwalter der Welt

Wo stehen die Schweizer Wealth Manager im internationalen Vergleich? Das Research-Institut Scorpio Partnership hat eine Auslegeordnung erstellt.

Insgesamt bewältigte die Private-Banking-Branche die Turbulenzen des letzten Jahres überraschend gut, wie aus dem «Private Banking Benchmark 2012»-Report von der britischen Scorpio Partnership hervor geht.

Auffallend ist jedoch, dass die kleineren Banken den Schwierigkeiten stärker ausgesetzt waren als die grossen Players, die im Verlauf der letzten zwölf Monate teilweise sogar Boden gewinnen konnten, wie beispielsweise die bis vor kurzem noch viel geschmähte UBS.

UBS in alter Frische

Sie konnte im letzten Jahr wieder zur Spitze aufrücken und rangiert nun hinter der Bank of America (mit 1'671 Milliarden Dollar an Kundenvermögen) an zweiter Stelle mit 1'554,53 Milliarden Dollar an Kundenvermögen.

Die Credit Suisse (Rang 5) sowie die Genfer Privatbank Pictet (Rang 11) konnten ihre Position halten, wenngleich sie rückläufige Assets under Management (AuM) verbuchen mussten. Je einen Rang büssten Julius Bär und Lombard Odier (vgl. nachstehende Grafik).

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Insgesamt schrumpften die verwalteten Kundenvermögen der zwanzig grössten Vermögensverwalter der Welt im letzten Jahr um 0,61 Prozent, wie Scorpio Partnership weiter festhält. Einiges an Terrain zulegen konnte vor allem die Citigroup (+7 Ränge), zu Lasten von Morgan Stanley (-2 Ränge), wo sich der Joint-Venture mit Smith Barney und offensichtlich noch nicht in den Zahlen materialisiert hat.

Das Wachstum für die meisten Vermögensverwalter kam im letzten Jahr – wenig überraschend – aus dem asiatischen Raum, wobei sich trotz dieser Erfolgsmeldungen auch die Kosten für diese Expansion bei vielen Instituten markant zu Buche schlugen, wie Scorpio Partnership weiter festhält.

Kosten werden matchentscheidend

Ein wichtiges Indiz für die Verfassung der Branche ist die Cost-/Income-Ratio, die im Berichtsjahr 2011 in sämtlichen Segmenten anstieg. Über alle Banken gemessen erhöhte sich diese Masszahl von 79 Prozent auf 80 Prozent; bei den Schweizer Banken allerdings von 81 Prozent auf 83 Prozent, was gegenüber den übrigen Instituten in der Top-20 deutlich höher ist, beträgt doch dort der Durchschnitt 79 Prozent, nach 78 Prozent im Jahr 2010.

Scorpio Partnership misst diesem Trend viel Bedeutung zu und stellt abschliessend die Frage, ob in der Branche künftig Cost-/Income-Ratios zwischen 78 Prozent und 85 Prozent die neue Normalität seien. Das hätte zweifelsohne erhebliche Konsequenzen auf die Rentabilität der einzelnen Institute, namentlich der kleineren Banken, die ihren Ertragsmix weniger variieren können.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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