Womit Headhunter 2013 rechnen

Zürich gewinnt gegenüber London und New York. Trotz der Marktlage gibt es in der Limmatstadt die besseren Karrierechancen, prophezeihen Headhunter.

«Es kommen sogar Leute aus New York in die Schweiz zurück», sagt Headhunter Philipp Buis von Jauch Associates.

An einem Roundtable des Portals «eFinancialCareers» diskutierte er  mit Berufskollegen darüber, was man vom kommenden Jahr erwarten könne.

Zürich hat den stabileren Arbeitsmarkt

Ein Punkt, in dem sich viele einig waren: Die angelsächsischen Finanzplätze New York und London verlieren an Bedeutung. Grund ist die schwere Krise im Investmentbanking und die Unsicherheit, die damit verbunden ist.

«Der Arbeitsmarkt in Zürich ist weniger volatil als in London», sagt etwa Mark Dowsett von Stamford Consultants. Aber auch hierzulande ist das Umfeld nicht rosig. Buis rechnet frühestens in drei bis vier Jahren wieder mit Wachstum.

Verdrängungswettbewerb als Chance für Winner-Teams

Headhunter Stefan Bächer von Guggenbühl, Bächer, Niederer & Partner rechnet mit einem Verdrängungswettbewerb. Zum Teil würden Banken ganze Teams von Konkurrenten abwerben. Jetzt seien Leute gesucht, die in einem schwierigen Marktumfeld Gelder generieren können.

Wer IT-Profi ist, hat momentan vergleichsweise gute Chancen. Dort würden weiterhin Leute gesucht. Auch für die Zuständigkeitsbereiche der Emerging Markets bestehe eine ungebrochene Nachfrage.

Kenntnisse über ausländische Steuergesetze gesucht

Aber es gibt auch Neuerungen. So wird im Private Banking zunehmend nach Mitarbeitern gesucht, die sich mit der steuerrechlichen Situation in anderen Ländern auskennen.

Es genüge nicht mehr, nur die Produkte gut zu kennen, so das Ergebnis der Roundtables. Es sei auch wichtig zu beurteilen, ob diese unter dem jeweiligen Steuerregime sinnvoll seien.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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