Ein Family Office für Immobilien

Eine Reihe von Akteuren aus der hiesigen Finanzbranche hat ein Unternehmen gegründet, das Transaktionen im gehobenen Immobilien-Sektor plant und ausführt.

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Die in Zürich domizilierte Firma Property One Partners wurde bereits im vergangenen August gegründet, geht jetzt aber an die Öffentlichkeit. Dabei konzentrieren sich die Unternehmer auf das obere und oberste Segment im Immobilienmarkt.

Mit von der Partie als Verwaltungsrat und Investor ist unter anderem auch ein früherer, langjähriger UBS-Topmanager: Nick Pfau (im Bild 2. von rechts). Mit gut 35 Jahren Erfahrung in der Vermögensverwaltung ist er ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für das neue Unternehmen, das er gern auch als «Family Office für Real Estate (Immobilien)» bezeichnet.

Diskretion wie im Bankgeschäft

«Durch die Pflege guter Beziehungen zu Banken, Family Offices, Finanzinvestoren und Rechtsanwälten stellen wir zweierlei Dinge sicher: Zum einen hören wir, wo die Kundeninteressen liegen, und in welche Richtung sich diese bewegen, zum andern erarbeiten wir uns dadurch eine stabile Nachfragebasis», sagt Pfau, der heute als Berater für Banken und Bankkunden tätig ist.

«Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, das heisst, von der ersten Idee einer Immobiliensituation oder -transaktion bis hin zur Realisierung. Dabei legen wir – wie im Bankgeschäft – grössten Wert auf Diskretion und schützen den Wunsch nach Vertraulichkeit der Kunden», erklärt der Wirtschaftsanwalt Claudio Möhr (im Bild ganz links), der als Verwaltungsratspräsident von Property One Partners amtet.

Zug, Zürich und Schwyz

Als einer der Hauptinvestoren bei Property One Partners agiert ausserdem Urs Wietlisbach (im Bild ganz rechts), Mitgründer und derzeit Executive Vice Chairman des Zuger Vermögensverwalters Partners Group. Das geographische Einzugsgebiet der Tätigkeit von Property One Partners liegt denn auch im Raum Zugersee, Zürichsee und in den angrenzenden Gebieten, etwa im Kanton Schwyz.

Zudem bestehen gute Kontakte in die Region Engadin, wie Kevin Hinder (im Bild 3. von rechts), CEO und Verwaltungsrat des Unternehmens, erklärt. Er gehört neben Tobias Ackermann (im Bild 2. von links) und Roman Oberholzer (im Bild 3. von links) zu den Initianten von Property One Partners, die allesamt zuvor bei der Simmen Group tätig waren.

Viele ausländische Kunden

«Die nach wie vor grosse Attraktivität des Immobilienstandorts Schweiz bringt es mit sich, dass wir auch viele ausländische Kunden bedienen», sagt Hinder. «Wir verfolgen die Marktentwicklung permanent, so dass wir für für unsere Kunden die sie betreffenden Marktchancen und -risiken realistisch beurteilen können.

Trotz der vielerorts befürchteten Immobilienblase spiele der Markt für absolute Top-Objekte (ab 15 Millionen Franken) nach wie vor, erklärt Hinder und weist darauf hin, dass gerade in diesem Segment sehr vieles über persönliche Empfehlungen laufe. Sobald jemand eine Immobilie erstehe, würden andere Kunden nachziehen.

Banker zurückhaltender geworden

In den unteren Segmenten (1,5 Millionen Franken bis 8 Millionen Franken) sei es tatsächlich ruhiger geworden, so Hinder weiter. Zum einen, weil zahlreiche Banker auf Grund der zunehmend angespannten Situation in ihrer Branche zurückhaltender als Käufer – insbesondere von Wohnungen – auftreten würden, zum andern weil die meisten Banken zahlreiche Finanzierungen kritischer beurteilen würden.

Hinder begrüsst indessen die neuen Vorschriften bei der Eigenkapital-Unterlegung, weil sie insgesamt zu einer Stabilisierung des Immobilienmarktes beitragen würden. Eine schwächere Nachfrage im gehobenen Segment sieht er allerdings nicht, zumal die Schweiz als Wohn- und Immobilienstandort besonders für wohlhabende Ausländer weiter an Attraktivität gewinne, wie Hinder weiter ausführt.

Aktuelle Objekte

Zu den wichtigsten, aktuellen Bauvorhaben zählen unter anderem das Rivarama in Nuolen SZ, das Mehrparteienhaus Seven Senses in Zug, Eigentumswohnungen HighClass in Schindellegi SZ oder die Baulandparzelle Private Property in Altendorf SZ.

Die Umsetzung eines Auftrages teilt man bei Property One Partners im Wesentlichen in drei Phasen auf: Die Suche (nach einem Objekt, einem Grundstück, einer Investitionsmöglichkeit oder einem Käufer oder Investitionsinteressierten), darauf folgend die Projektentwicklung und Ausführung und schliesslich das Vermarktungskonzept mit dem Verkaufsvorgang.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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