Goldman sieht Gold-Story am Ende

Die Investmentbank Goldman Sachs hält das Edelmetall als Kriseninvestment für ausgereizt. Die US-Notenbank sorge nun tatsächlich für Schwung in der Wirtschaft. 

«Die Gold-Story ist zu Ende erzählt», sagte Jeff Currie, Chef-Rohstoffstratege bei der Investmentbank Goldman Sachs. Der Goldpreis habe in den vergangenen Jahren unter dem Eindruck der Finanzkrise und den geldpolitischen Gegenmassnahmen stark zugelegt.

Die magische Marke von 2'000 Dollar konnte er aber nicht überspringen (aktuell: 1'673 Dollar pro Unze). 

Die lockere Geldpolitik stützt Goldpreis nicht mehr

Currie glaubt nicht, dass sich daran etwas ändern wird. Selbst dann nicht, falls es im Zusammenhang mit der Anfang März erneut drohenden Fiskalklippe in den USA erneut zu einer kurzfristigen Gold-Rallye käme. 

Der Goldpreis sei bisher von der vagen Niederigzinszusage der Federal Reserve gestützt worden. Die Märkte hätten sich nicht an den tatsächlichen Lockerungsmassnahmen der Fed orientiert, sondern an deren bis vor kurzem gültigen Zusage, die Geldpolitik quasi unbefristet locker zu halten, führte Currie an der jährlichen Strategiekonferenz von Goldman Sachs in Frankfurt aus, berichtet «The Wall Street Journal». 

«Seit die Fed ihre Bond-Käufe mit konkreten Zielwerten verbunden hat, ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen», meint Currie.

Ölpreis könnte kräftig anziehen.

Der Goldman-Analyst überraschte weiter mit der Aussage, er würde sich nicht wundern, «wenn wir im Sommer aufwachen und der Ölpreis bei 150 Dollar» liege.

Zwar sei die globale Ölnachfrage langsamer gewachsen, sie liege aber immer noch höher als die Förderzuwächse in den Nicht-OPEC-Ländern. Ausserdem verwies Currie auf die hohen politischen Risiken in Förderländern wie Ägypten, Iran, Irak, Libyen, Sudan, Syrien und Venezuela.

Goldman rät zu Risikoanlagen

Goldmans Gesamt-Szenario beruht auf der Annahme, dass die Notenbanken ihre Geldpolitik weltweit sehr locker halten werden. Die Investmentbank prognostizierten bei ihrer diesjährigen globalen Strategiekonferenz zwar kein stärkeres Weltwirtschaftswachstum, aber steigende Unternehmensgewinne.

Für lohnend halten sie daher den Kauf von Aktien und riskanterer Anleihen. Vor diesem Hintergrund riet Chefaktienanalyst Peter Oppenheimer dazu, auch 2013 Aktien überzugewichten und dabei vor allem bei japanischen und anderen asiatischen Papieren zuzugreifen.

 

 

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

JobDirectory.ch

Aktuelle Jobangebote von Arbeitgebern der Finanzbranche.

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Twitter

Follow us on Twitter:

finews tweets finews.ch tweets

FACEBOOK

SELECTION

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

Die spektakulärsten Bankgebäude der Welt

Die spektakulärsten Bankgebäude der Welt

Eine Expertenjury hat die weltweit 15 beeindruckendsten Firmensitze gekürt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Axa Winterthur

Die AXA Winterthur widmet die Jubiläumsausgabe ihres KMU-Kundenmagazins «Meine Firma» ausschliesslich den Kunden. In 75 Firmenporträts berichten Patrons über ihre Ambitionen und Wünsche. Ein aussergewöhnliches Kaleidoskop der Schweizer Wirtschaft.

UBS

Die Grossbank hat für ihr mobiles Kartenterminal SumUp den Master of Swiss Apps Award sowie Gold in der Kategorie «Business». Zudem wurde die UBS Event App in der Kategorie «Enterprise» mit Gold ausgezeichnet. Best of Swiss Apps ist eine Initiative der Best of Swiss Web GmbH, der Simsa (Swiss Internet Industry Association), dem Schweizer Branchenverband der digitalen Wirtschaft und der Netzmedien AG, dem Fachmedien-Verlag für ICT und Business.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds hat im Oktover 2014 rund 841 Milliarden Franken erreicht. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von fast 7 Milliarden Franken oder 0,8 Prozent.

Alternative Bank Schweiz

Die Alternative Bank Schweiz unterstützt bis im Herbst 2015 jeden Monat ein Projekt auf der Crowdfunding Plattform 100-days.net. Sie will damit besonders sozialen und ökologischen Ideen zum Erfolg verhelfen.

Helvetia

Im Nachgang zur Übernahme der Nationale Suisse hat die Helvetia ihren Anteil an der Nationale Suisse auf mehr als 98 Prozent erhöht und wird nun das Verfahren zur Kraftloserklärung der verbliebenen Aktien von Nationale Suisse einleiten.

Firmenraider steigt bei BB Biotech ein

Der berühmt-berüchtigte US-Grossinvestor Paul E. Singer hat sich am Biotech-Unternehmen BB Biotech beteiligt, wie aus einer Pflichtmeldung der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange ersichtlich wurde. Der Amerikaner hatte bereits 2011 versucht, bei der Basler Firma Actelion Einfluss zu nehmen, war dann aber gescheitert. BB Biotech wollte dazu keine Stellung nehmen.

Swiss Life

Der Lebenversicherer ist seinen grössten Aktionär los: Talanx die über eine Tochter in Luxemburg gehaltene Beteiligung von zuletzt 5,03 Prozent an der Swiss Life im Wege einer Block-Transaktion zu einem Preis von 217 Franken je Aktie verkauft. Dabei hat der deutsche Versicherer einen Ertrag von 214 Millionen Euro erzielt. Talanx war seit 2009 Aktionär von Swiss Life.

Vaudoise Versicherungen

Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein hat die im Mai angekündigte Veräusserung der Tochtergesellschaft Valorlife der Vaudoise Versicherungen an die Wealth-Assurance Beteiligungs-AG genehmigt. Der Verkauf wird in den nächsten Tagen abgeschlossen.

Bank of Singapore

Bahren Shaari übernimmt Medienberichten zufolge ab Anfang nächsten Jahres den Chefposten bei der Bank of Singapore, eines der gewichtigsten Finanzinstitute im asiatischen Stadtstaat. Shaari ist dabei der Schweiz ganz nah: Bei UBS Wealth Management leitete er einst das Marketing für Südostasien und Australien.

weitere News