«Asien ist teuer – Kunden sind verunsichert»

Patrick Odier, der Präsident des Dachverbands der Schweizer Banken, warnt vor überhöhten Erwartungen in Asien. Zudem seien manche Kunden unversichert.

patrick_odierDie Schweizer Banken würden einen guten Ruf in der Welt geniessen, sagt Patrick Odier (Bild), Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, was ihnen auch helfe bei der Expansion in neue Märkte. Doch dabei müsse man auch die hohen Kosten der Markterschliessung in Asien berücksichtigen, erklärte er in einem Interview (online nicht verfügbar) mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». 

Darum empfiehlt Odier den Banken, in Sachen Expansion auch an Osteuropa, den Nahen Osten und Lateinamerika zu denken. «Dort gewinnt die qualifizierte Vermögensverwaltung gleichfalls stetig an Bedeutung. Der Bedarf ist hoch, etwa auch bei Staatsfonds und im Asset Management für institutionelle Kunden», so Odier weiter.

Müssige Spekulation

Nicht zuletzt bilde die Schweiz nach wie vor eine Anlaufstellte für internationales Kapital, das den Zugang nach Europa suche. «Das eröffnet unseren Banken auch in Zukunft zahlreiche Chancen», sagte der Bankierpräsident gegenüber der «FAZ» weiter.

Auf die Frage, ob in den nächsten Jahren bis zu 20'000 Stellen in der Bankbrache betroffen sein werden, sagte Odier: «Es ist müssig, über eine solche Zahl zu spekulieren. Ich kann sie nicht bestätigen, nicht zuletzt aus dem Grund, da die Banken ja versuchen, zusätzliche Geschäftsfelder zu erschliessen.»

Abflüsse im Offshore-Geschäft

Es komme also darauf an, welche neuen Dienstleistungen die Banken, zum Beispiel im Asset Management, entwickelten, und in welchen weiteren ausländischen Märkten sie von der Schweiz aus expandieren würden, erklärte Odier.

Mit Blick auf den Steuerstreit mit der EU sagt Odier: «Mögliche Abflüsse im grenzüberschreitenden Geschäft mit Westeuropa könnten och einige Zeit andauern, dürften aber mittelfristig durch neue Zuflüsse kompensiert werden.»

Auch Konto-Auflösungen

Trotzdem räumt der Genfer Bankier aber ein, dass die deutschen Kunden nach dem Scheitern des Abgeltungssteuerabkommens mit Deutschland verunsichert seien. Umso mehr würden die Schweizer Banken versuchen, diesen Kontoinhabern den Weg in die Steuerkonformität zu weisen. Patrick Odier gibt aber auch zu; «Einige Kunden entscheiden sich auch, ihr Konto aufzulösen.»

 

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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