Wer hat das bessere Steuerabkommen?

So wie die Schweiz hat auch Liechtenstein eine Abgeltungssteuer mit Österreich. In einigen Punkten gibt es allerdings wesentliche Unterschiede.

Ralph_Bieri_1Am 29. Januar dieses Jahres haben Liechtenstein und Österreich ein Abkommen über eine Abgeltungssteuer ab 2014 unterzeichnet. Als Grundlage diente die bestehende Vereinbarung zwischen der Schweiz und Österreich.

In einigen Punkten gebe es jedoch wesentliche Unterschiede, stellt Ralph Bieri (Bild) fest. Er ist Leiter Product Management Private Banking bei der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) in Vaduz.

Das Steuerabkommen Schweiz – Österreich sieht eine Deckelung des regularisierbaren Kapitals vor. Steuerpflichtige Personen können maximal 120 Prozent des Kapitalbestands per 31. Dezember 2010 regularisieren.

Über Liechtenstein in die Legalität

Im Abkommen Liechtenstein – Österreich ist keine solche Deckelung festgesetzt, das heisst, österreichische Kunden einer liechtensteinischen Bank haben die Möglichkeit, Vermögenswerte in unbegrenzter Höhe zu regularisieren.

Nicht deklarierte Gelder aus Drittstaaten lassen sich damit über Liechtenstein in die Legalität überführen, wie Bieri weiter betont.

Sonderfall Stiftungen

Nicht nur die Kapitalvermögen von Österreichern in Liechtensteins Banken sind erfasst. Auch die Nachversteuerung von in Liechtenstein weltweit verwalteten Vermögensstrukturen ist geregelt. Somit sei es für Stiftungskunden erstmals möglich, die Steuerkonformität auf anonyme Weise zu erlangen und durch den zukünftigen Quellensteuerabzug auch beizubehalten, stellt der LLB-Banker fest.

Die im liechtensteinischen Abkommen geregelte Eingangs- und Zuwendungsbesteuerung gibt österreichischen Stiftern beziehungsweise Begünstigten neu die Möglichkeit, Zuwendungen an und von intransparente(n) Vermögensstrukturen vollkommen anonym und mit Endbesteuerungswirkung abzuwickeln.

Interessante Gestaltungsmöglichkeiten

Trotz den unionsrechtlichen Bedenken gegen den erhöhten Eingangssteuersatz – Stichwort Kapitalverkehrsfreiheit – bietet dies nach den Worten Bieris höchst interessante Gestaltungsmöglichkeiten für österreichische Stifter.

Dank der nahezu steuerfreien Thesaurierung der Einkünfte in einer liechtensteinischen Stiftung kann die höhere Stiftungseingangssteuer innert weniger Jahre kompensiert werden. Ausserdem bietet das gefestigte liechtensteinische Stiftungsrecht Gewähr für einen effektiven Vermögensschutz, wie Bieri weiter ausführt.

Meilenstein für die Zukunft

Auch hinsichtlich Abgeltungs- und Amnestiewirkung geht das Abkommen Liechtensteins – im Vergleich zu demjenigen der Schweiz – wesentlich weiter. So sind neben den Ansprüchen der Einkommen-, Umsatz- und ehemaligen Erbschafts- und Schenkungssteuer auch Versicherungs- und Stiftungseingangssteueransprüche sowie unterlassene Meldeverpflichtungen (zum Beispiel Schenkungsmeldungen) von der Abgeltungs- und Amnestiewirkung geregelt.

Mit dem vorliegenden Steuerabkommen sei es Liechtenstein gelungen, das Vertragswerk zwischen der Schweiz und Österreich durch sinnvolle Anpassungen spezifisch zu adaptieren, was den Finanzplatz Liechtenstein langfristig weiter stärken werde, ist Ralph Bieri überzeugt.

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Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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