Institutionelle Kunden setzen auf ETFs

Die institutionellen Anleger halten immer höhere Anteile von Exchange Traded Funds in ihren Portfolios. Sie haben auch ihre Favoriten unter den Anbietern.

179 Grossanleger wurden vom Marktforschungsunternehmen Greenwich Associates nach ihrem Umgang mit Exchange Traded Funds (ETF) befragt. Und siehe da: Immer mehr Pensionskassen, Stiftungen oder Firmenanleger setzen auf ETFs für die Optimierung ihres Portfolios.

Die Befragung, durchgeführt zwischen Februar und April, war die vierte ihrer Art – allerdings nur in den USA. Der generelle Trend dürfte sich jedoch auf der ganzen Welt zeigen. Und danach steigt die Beliebtheit der Anlageprodukte erheblich. Im Jahr 2012 hatten 14 Prozent der befragten Institutionellen  ETFs in ihrem Portfolio, bei der Befragung 2013 gaben bereits 18 prozent an, sich auf die Anlageform zu verlassen.

Bei Innovativen beliebt

Auffällig sei, dass ETFs ausgerechnet bei den grössten und auch bei besonders innovativen Investoren beliebt seien. Also zum Beispiel bei Stiftungen, Pensionsfonds und Organisationen mit mehr als fünf Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen.

Befragt haben die Autoren sowohl Pensionsfonds als auch grosse Asset Management Firmen oder Beratungsfirmen. 40 Prozent derjenigen, die bereits auf ETFs setzen, gehen davon aus, dass sich ihre Nutzung in den kommenden Monaten deutlich steigern dürfte, heisst es weiter.

Die Stärken von iShares, Vanguard und State Street

Fast 90 Prozent investierten mittels ETF in einheimische Aktien, 74 Prozent in internationale Aktien und 50 Prozent in Fixed-Income-Märkte.

Greenwich Associates fragte auch nach der Beliebtheit der Anbieter. Und danach wird iShares – mit Vorsprung – am häufigsten verwendet, 9 von 10 Institutionellen hatten Produkte der Blackrock-Marke. Danach folgten (in dieser Reihenfolge) Vanguard, State Street und PowerShares.

Vanguard wurde allerdings am häufigsten genannt als Anbieter, der guten Werte bietet. iShares wiederum erhielt bei der Liquidität der Produkte, der Auswahlpalette und bei der Service-Plattform die besten Noten.

 

• Die Studie (kostenpflichtig): «Institutional Investors' Relationship with ETFs Deepens», Greenwich Associates, Mai 2013.

• Mehr zum Thema: «ETF-Strategy», «FX-MM»

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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