Finanzprofis sind so gesucht wie selten zuvor

Es gibt zunehmend mehr Finanzjobs – ausserhalb der Finanzbranche. Fast 40 Prozent der Schweizer Unternehmen wollen ihre Finanzabteilungen in den nächsten Monaten aufstocken.

100 Finanzchefs in der Schweiz wurden im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half zu ihrer Personalplanung befragt. Das Ergebnis der Arbeitsmarktstudie in einem Satz: Finanzprofis von der Buchhaltung bis zum Rechnungswesen sind 2014 in Schweizer Unternehmen eher Mangelware und entsprechend begehrt.

Sven Hennige, Managing Director von Robert Half, sagt: «Fachkräfte aus dem Finanz- und Rechnungswesen, die eine berufliche Veränderung anstreben, finden dieses Jahr über alle Branchen und Unternehmensgrössen hinweg so gute Arbeitsmarktbedingungen vor wie schon lange nicht mehr».

Aufstocken und Abgänge ersetzen

Die erhobenen Daten unterstreichen es: Demnach wollen 37 Prozent der Schweizer Finanzchefs ihre Teams noch im ersten Halbjahr 2014 ausbauen. 44 Prozent sind entschlossen, Abgänge zu ersetzen.

Insgesamt bestehen also in in vier von fünf Schweizer Unternehmen für Finanzprofis gute Chancen, einen Job zu bekommen. Im Vorjahr hatten sie diese Möglichkeit nur in drei von fünf Unternehmen. Die entsprechenden Chancen sind innert Jahresrfrist also um 20 Prozent gestiegen.

Fachkräftemangel und positive Erwartungen

Nur noch eins von fünf Unternehmen will im ersten Halbjahr entstehende Vakanzen im Finanzwesen nicht mehr ersetzen oder plant sogar einen Stellenabbau. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zur letztjährigen Umfrage halbiert.

Zwei Gründe für die guten Jobaussichten für Finanzer macht Robert Half aus: Erstens erfasse der bereits länger anhaltende Fachkräftemangel in der IT nun auch das Finanz- und Rechnungswesen. Und zweitens sähen die CFO optimistischer der Zukunft entgegen.

Teils im Inland wachsen, teils im Ausland expandieren

8 von 10 der befragten Finanzchefs sind zuversichtlich bis sehr zuversichtlich, dass die Wirtschaft 2014 wächst. Die neuen Arbeitskräfte würden deswegen für das Wachstum im Inland oder Expansionspläne im Ausland benötigt.

Auch das Beratungsunternehmen Deloitte hat am Donnerstag Ergebnisse einer CFO-Umfrage veröffentlicht – und das Resultat ist ähnlich: 80 Prozent der befragten Finanzchefs haben positive Erwartungen an die Schweizer Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
  • Der Sanierer soll ein Insider-Händler sein
  • RBS: Versagen auf der ganzen Linie
  • Streitpunkt neue Kapitalregeln
mehr

SELECTION

«Trag nie Hermes-Krawatten. Niemals.»

So umkurvt man Fettnäpfchen

Eine Tipp-Liste für Jungbanker.

Selection

Selection

So sieht der Banker der Zukunft aus

Mit aller Macht versuchen die Banken, ihr Geschäft ins Zeitalter der Digitalisierung zu retten.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

weitere News