Warum Gold in zwei Jahren bei 2'700 Dollar stehen kann

Mit einem einfachen Zahlenbeispiel und einem Blick in die Vergangenheit lässt sich relativ einfach nachzeichnen, dass der Goldpreis Anfang 2016 bei 2'700 Dollar je Unze notieren könnte.

Eine Statistik seit 1970 zeigt, dass sich der Goldpreis nach jeder grösseren Kurskorrektur im Durchschnitt mehr als verdoppelt, wie das Online-Portal «Goldreporter.de» berichtet. Was dies theoretisch für die Goldpreis-Entwicklung der kommenden Jahre bedeuten könnte, seit hier nachstehend dokumentiert.

Gold hat seit 1970 zwölfmal eine Kurskorrektur von 20 Prozent und mehr erfahren. Diese hat sich über einen durchschnittlichen Zeitraum von 18 Monaten erstreckt und brachte im Mittel einen Kursrückgang von 36 Prozent. Das geht aus einer Studie des «World Gold Council» hervor.

Starke Erholungsphasen

Interessant an dieser Analyse ist die Frage, was nach dem jeweiligen Kurseinbruch geschah. Aus den Daten geht hervor, dass im Durchschnitt eine kurserholung von 127 Prozent folgte. Dass heisst, nach Abschluss der Korrekturphase hat sich der Goldpreis wieder mehr als verdoppelt. Gedauert hat dies im Schnitt 25 Monate.

In den vergangenen zwanzig Jahren kam es allerdings noch zu deutlich stärkeren Erholungsphasen: Zwischen Februar 1996 und August 1999 stieg der Goldpreis um 292 Prozent. Von Mai 2006 bis Oktober 2006 betrug der Anstieg 274 Prozent. Und zwischen März und Oktober 2008 legte das Edelmetall sogar beeindruckende 396 Prozent zu, nachdem die vorangegangene Korrektur den Goldpreis um 30 Prozent dezimiert hatte.

Durch ein langes Tal der Tränen

Dafür gingen Goldbesitzer trotz zahlreicher Zwischenrallys zwischen 1980 und 2000 durch ein langes Tal der Tränen.

Seit Erreichen des Allzeithochs am 5. September 2011 mit einem Londoner Fixingkurs von 1'896 Dollar pro Unze hat der Goldpreis mit dem vorläufigen Tief bei 1'192.75 Dollar am 24. Dezember 2013 eine Korrektur von 37 Prozent über einen Zeitraum von 28 Monaten erfahren. Seither sind wieder vier Monate vergangen.

Warten bis im Januar 2016

Zahlenspiel: Nimmt man die Durchschnittswerte als Grundlage, dann würde der Goldpreis in 21 Monaten, also im Januar 2016, bei 2'707 Dollar stehen und dort seinen nächsten Peak erreichen.

Goldbesitzer mussten seit 1970 schon oftmals lange Durststrecken durchleiden. Am Ende kam der Goldpreis aber immer wieder auf eindrucksvolle Weise zurück. So ist es auch diesmal nur eine Frage der Zeit, bis wir bei Gold neue Höchstkurse sehen werden.

Denn an den grundsätzlichen Problemen des Geldsystems hat sich seit der Aufgabe des Goldstandards Anfang der siebziger Jahre nichts geändert.

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NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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