Aus Metropol Partners wird jetzt Sound Capital

Der Schweizer Vermögensverwalter Metropol Partners gibt sich einen neuen Namen. Die früheren Clariden-Leu-Banker wollen künftig am Markt auch sichtbarer werden.

Bereits bei der Gründung im Herbst 2012 sorgte Metropol Partners für Aufsehen, weil sich da einige der erfolgsreichsten Kundenberater der einstigen Clariden Leu Bank unter der Leitung von Anthony Cagiati zusammengetan hatten.

In der Branche sprach man von den «Untouchables», die mehrere Milliarden Franken an Kundengeldern verwalteten.

Der Firmenname bezog sich auf das historische Metropol-Gebäude in der Zürcher Innenstadt, wo die Kundenberater ursprünglich, das heisst zu Zeiten von Clariden Leu, tätig gewesen waren. Allerdings startete das Unternehmen vor mehr als eineinhalb Jahren dann bereits an der Claridenstrasse (Bild oben) in Zürich.

Somit bestand kein Bezug mehr zum «Haus Metropol». Ausserdem gab es auch aus markenrechtlicher Sicht Verwechslungen mit dem Namen «Metropol».

Öffnung des Unternehmens

Vor diesem Hintergrund ändert im Rahmen eines seit längerem geplanten Rebrandings per Anfang Juli der Name zu Sound Capital.

Sound Capital 500

Mit der neuen Firmenbezeichnung und dem damit verbundenen Marktauftritt sollen Werte wie Solidität, Erfahrung und Unabhängigkeit sowie ein vorausschauendes Engagement für die Kunden zum Ausdruck kommen, wie Cagiati (im Bild rechts) gegenüber finews.ch erklärte. Der neue Auftritt diene auch einer Öffnung des Unternehmens.

Weitere Kundenberater gesucht

«In der Branche nahm man uns bisweilen etwas distanziert war. Nun wollen wir den Leuten die Schwellenangst nehmen und greifbarer werden», sagt Cagiati. Mit diesem Anspruch will Sound Capital auch weitere Kundenberater engagieren.

Aktuell beschäftigt das inhabergeführte Unternehmen, das ausschliesslich Privatpersonen betreut, 38 Mitarbeitende (davon 16 Partner), die insgesamt rund 4 Milliarden Franken an Kundendepots verwalten.

Starkes Wachstum

Starkes Wachstum verzeichnete das Unternehmen in den vergangenen Jahren aus dem osteuropäischen Raum, insbesondere aus den GUS-Ländern, wie Cagiati betont. Für die Kunden ändert sich durch den Namenswechsel nichts. Die Ansprechpartner und Berater bleiben die gleichen.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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