Der Goldhandel in der Schweiz wird transparent

Während der Preis für Edelmetalle wie Gold und Silber international gefixt wird, ist es für Käufer schwierig, sich im Dickicht der Händler und Angebote zu Recht zu finden. Das ändert sich nun.

Sie möchten wissen, was eine Unze Gold «China Panda» kostet? Oder wo sie eine Platinmünze «Maple Leaf» mit 999er Feingehalt zum besten Preis bekommen? Oder Sie suchen gleich den 15 Kilogramm-Barren Silber, um eine physische Edelmetall-Anlage zu besitzen?

Dann viel Glück. Denn Transparenz war bislang nicht die Stärke im Schweizer Handel mit Edelmetallen. Das wollen nun die Betreiber der neuen Website goldpreis.ch ändern. Sie erheben den Anspruch, einen kompletten Überblick über das in der Schweiz vorhandene Angebot von Gold, Silber, Platin und Palladium zu schaffen. Ziel sei es, Markttransparenz im Schweizer Edelmetallhandel herzustellen.

Händler, Banken und ihre Preise

«Versuche, in der Schweiz Edelmetallhändler ausfindig zu machen und Preisvergleiche anzustellen, haben sich als extrem mühselig erwiesen. Daraus ist die Idee entstanden, mit dem Portal Markttransparenz zu schaffen,» sagt Ludwig Karl von goldpreis.ch im Gespräch mit finews.ch.

Auf der Seite, die unter cours-or.ch auch in der Westschweiz aufgeschaltet ist, finden sich neben den Angaben und Preisen zu den Edelmetallen, Barren, Münzen und Prägungen auch Informationen über die Geschichte von Münzen.

Anleger und Sammler können sich in aller Ruhe einen Überblick über Preise und geeignete Barren oder Münzen verschaffen. Gleichzeitig wird ihnen gezeigt, bei welchem Händler und welcher Bank sie im Angebot sind.

Banken sollen kooperieren

Die Betreiber von goldpreis.ch sind dabei auch aktiv an die Edelmetallhändler herangetreten, mit dem Ziel, eine möglichst breite Markttransparenz herzustellen, wie Karl weiter erzählt. «Unser Angebot ist zwar noch sehr jung, aber bislang hatten wir von Seiten der Händler nur positive Reaktionen. Wir stehen auch mit den Banken in Kontakt, die Edelmetalle verkaufen und Interesse an Preistransparenz haben.».

Karl machte mit seinem Partner und früheren Schulkollegen Josef Tufan bereits in Deutschland Erfahrungen mit einem Edelmetallpreisvergleich-Portal, der Seite gold-preisvergleich.com.

Gold-Safe-Spezialist an Bord

Für das Projekt in der Schweiz nahmen die beiden Hans Maurer mit ins Boot. Maurer ist Chef der Swiss Gold Safe, die mehrere Tresoranlagen betreibt, zum Beispiel im Embraport und in den Schweizer Bergen.

Eine Verkaufsplattform ist goldpreis.ch aber nicht, wie Karl festhält. «Den Betrieb der Website wollen wir durch Vermittlungsgebühren finanzieren. Das heisst, Händler bezahlen uns eine fixe Klick-Gebühr für jeden Kunden, der über uns zu Ihnen auf die Website gelangt. Doch werden wir diese Gebühren erst nach einem Betriebsjahr von goldpreis.ch erheben.»

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Die USA, das neue Steuerparadies

Milliarden von Offshore-Geldern fliessen in die USA - die Vereinigten Staaten sind die neue Schweiz.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News