Das beliebteste Land unter Expats

Der britische Finanzkonzern HSBC hat knapp 9'300 Manager, die im Ausland arbeiten, gefragt, wo die höchste Lebensqualität besteht. Mit dem Resultat sollte der Schweizer Finanzplatz gleich etwas Standort-Marketing betreiben.

Expats © Shutterstock

Denn tatsächlich ist unter Expats, die einen ausgeglichenen Lebensstil und eine hohe Lebensqualität suchen, die Schweiz der beliebteste Standort. Dies zeigen die Ergebnisse des neusten Expat Explorer Survey, den die HSBC-Gruppe alljährlich erstellt

Die durch das britische Meinungsforschungsinstitut YouGov ausgeführte Studie gehört gemäss eigenen Angaben zu den weltweit umfassendsten Befragungen von Expats, also Berufstätigen, die im Ausland wohnen und arbeiten. Dieses Jahr beteiligten sich 9'300 Expats aus mehr als 100 Staaten an der Erhebung. Dabei kam folgende Rangliste der Lieblingsländer heraus:

1. Schweiz
2. Singapur
3. China
4. Deutschland
5. Bahrain
6. Neuseeland
7. Thailand
8. Taiwan
9. Indien
10. Hongkong

Expats sehen die Schweiz als einen Standort, der Karrieremöglichkeiten fördert und einen hohen Lohn sowie ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Freizeitleben ermöglicht.

Ein Viertel (25 Prozent) der in der Schweiz lebenden Expats verdienen umgerechnet mehr als 200'000 Dollar pro Jahr. Über die Hälfte (51 Prozent) sagen, das Gleichgewicht zwischen ihrem Arbeits- und Freizeitleben habe sich seit ihrem Zuzug in die Schweiz verbessert.

Vorteilhaft auch für Familien

Expats in der Schweiz haben auch ein grosses Vertrauen in die Schweizer Wirtschaft. Fast jeder zweite Expat in der Schweiz (47 Prozent) ist sehr zufrieden mit der hiesigen Wirtschaft – kein anderes Land in der diesjährigen Umfrage erzielte ein besseres Resultat.

Viele in der Schweiz lebende Expats loben das angenehme Umfeld und die gute Luft hier. Drei Viertel (75 Prozent) beteuern die Schweiz sei diesbezüglich angenehmer als ihr Heimatland.

Die Schweiz scheint auch für Familien vorteilhaft. Expats mit Kindern glauben ihr Nachwuchs sei hierzulande sicherer (81 Prozent), geniesse eine bessere Lebensqualität (77 Prozent) und bekäme eine bessere Ausbildung (65 Prozent).

Die Expat-Explorer-Umfrage

Die Online-Befragung mit insgesamt 43 Kriterien wurde zwischen April und Mai 2014 durch YouGov im Auftrag von HSBC durchgeführt. Die HSBC-Gruppe selber ist in der Schweiz mit der Firma HSBC Private Banking Holdings (Suisse) SA präsent, einer der grössten Private Banking Einheiten der HSBC-Gruppe und eine der grössten Auslandsbanken in der Schweiz.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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