Karriere: Entschuldigen Sie sich nie

Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen (Bild: Shutterstock)

Die Wege durch Büros, Sitzungszimmer und fensterlose Flure zur langen Karriereleiter sind verschlungen und voller Stolperfallen. Dabei gibt es eine Phrase, welche Sie sich bei Vorgesetzten unbedingt verkneifen sollten.

«Es tut mir leid, aber...» ist keine Höflichkeitsfloskel, sondern der direkte Weg in den Untergang, heisst es in einem Artikel von «Forbes». Gemeint sind Entschuldigungen, ohne den konkreten Anlass, einen Fehler begangen zu haben. Sondern Entschuldigungen, die einen unterwürfig erscheinen lassen.

Zum Beispiel, wenn man sich dafür entschuldigt, einen Fehler beim Chef korrigieren zu müssen. Oder dafür, nicht das gleiche Interesse der Kollegen für die Fussball-Europameisterschaft zu zeigen. Wer sich so gegenüber Vorgesetzten verhalte, zeige Schwäche und mache sich damit leicht überflüssig, steht in dem «Forbes»-Artikel.


Das sind die zehn Situationen, in denen Sie sich niemals entschuldigen sollten:

1. Wenn Sie Platz für sich beanspruchen

Die Situation: Sie fahren im Lift und auf einer Etage steigt noch jemand dazu. Sie fühlen sich genötigt, sich zu entschuldigen, weil der Platz nun etwas knapp ist. Tun Sie das nicht.
Warum? Sie sind eine Persönlichkeit, die ihre Ansprüche auf vielfältige Art und Weise zeigen darf.

2. Wenn sie einmal mehr alles besser wissen

Die Situation: In Sitzungen, Teamarbeiten und -besprechungen sind Sie bekannt dafür, die Details besser zu kennen, mögliche Fallen zu erkennen, wo keiner sie sonst sieht. Inzwischen sind Sie als notorischer Besserwisser bekannt, so dass sie sich nun jedes Mal entschuldigen wollen, wenn Sie jemanden korrigieren müssen. Tun Sie das nicht.
Warum? Wenn Sie tatsächlich allwissend wären, bräuchten Sie nicht mehr zu arbeiten, sondern könnten vom Lottospielen leben.

3. Dass Sie menschliche Bedürfnisse haben

Die Situation: Manche Vorgesetzten erwarten, dass Arbeiten immer und prompt erledigt werden und alle Mitarbeiter nach ihrem Terminplan zu funktionieren hätten. Das ist falsch und es braucht Ihnen nicht für den Vorgesetzten leid zu tun, wenn Sie nicht 18 Stunden Stück ohne Essen malochen können.
Warum? Sie sind ein Mensch, der essen und schlafen muss und auch sonst biologische Bedürnisse hat.

4. Dass Sie offensichtlich sehr talentiert sind

Die Situation:
Sie erwecken Erstaunen und erhalten immer wieder Seitenblicke, weil Ihnen Dinge leichter von der Hand gehen, neue Tätigkeiten schneller und effektiver lernen. Die Anderen müssen ihnen deswegen nicht leid tun.
Warum? Ihre Kollegen oder Vorgesetzten sind eifersüchtig. Das ist gut so, denn das ist der Beweis dafür, dass Sie vieles richtig machen.

5. Dass Sie dem jüngsten Firmenkult nicht verfallen

Die Situation: Der Marketingchef stellt in einer aufwendigen Multimedia-Präsentation die jüngste Markensynergien-Matrix-Strategie vor. Alle zeigen sich tief beeindruckt. Sie lässt es kalt, wofür sie sich beim Marketingchef entschuldigen wollen. Tun Sie das nicht.
Warum? Wenn Sie nicht an diese bahnbrechende neue Matrix glauben, zeigen Sie mehr Bewusstsein als die anderen.

6. Dass Sie die physikalischen Gesetze nicht aushebeln können

Die Situation: Sie müssten, wenn es nach Ihrem Chef ginge, an drei Orten gleichzeitig sein. Es sollte Ihnen nicht leid tun, dass Sie das nicht können.
Warum? Raum und Zeit sind möglicherweise unendlich, aber Sie können sich nicht unendlich aufteilen.

7. Wenn Sie jemandem nicht helfen, der keine Hilfe nötig hat

Die Situation: Ihr Kollege von gegenüber bittet Sie zum x-ten Mal, auf dem Rückweg doch einen Kaffee für ihn mitzubringen. Sie brauchen sich nicht dafür zu entschuldigen, wenn sie dies nun nicht mehr tun.
Warum? Der Kollege kann doch sonst auch immer alles – also kann er auch seinen Kaffee selber holen.

8. Wenn Mittelmässigkeit Sie nicht beeindruckt

Die Situation: Einer ihrer Kollegen hat seinen Job ordentlich gemacht und fischt nach Komplimenten. Sagen Sie nicht sorry, wenn Sie dem nicht nachkommen können.
Warum? Ein ordentlicher Job, der gelobt wird, wird auch beim nächsten Mal «nur» ordentlich gemacht.

9. Wenn Sie ihrem Bauchgefühl vertrauen

Die Situation: Man verlangt von Ihnen grünes Licht für eine Aktion, aber ihr Bauchgefühl sagt Nein. Dafür müssen Sie sich nicht entschuldigen.
Warum? Ein wirklich rationaler Mensch entscheidet nicht nur im Kopf, denn er hat drei neuronale Zentren: Eins im Hirn, eins im Herz und eins im Bauch.

10. Wenn Sie sich für andere einsetzen

Die Situation: Sie sehen Qualitäten in einem Mitarbeiter, der nicht sonderlich beliebt ist und setzen sich für ihn ein. Dafür brauchen Sie sich vor niemandem zu entschuldigen.
Warum? Weil Sie es satt sind, dass sich dieser Mitarbeiter ständig dafür entschuldigt, obwohl er es ist, der die Dinge richtig macht.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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