Schweizerisches Fort Knox in Singapur

Ein Schweizer Unternehmen hat in Singapur einen Goldbunker eröffnet, der sogar dem Absturz eines Verkehrsflugzeuges Stand halten würde.

Swiss Precious Metals ist ein Jointventure der Euroasia Investment SA, die von Yves Bouvier geleitet wird, und der Palaedino Group, an deren Spitze Leonardo Castellana steht.

Gemeinsam haben sie ein Programm für den Handel und die Verwahrung von Edelmetallen im Freihafen von Singapur (Singapore FreePort) aufgegleist. Ziel dieser Lösung ist der absolut sichere Schutz von Wertgegenständen.

Totale Sicherheit

Swiss_Precious_Metals

Die für die Verwahrung von physischem Gold bestimmten Panzerschränke von Swiss Precious Metals sind in einem Bunker im Zentrum des Freihafens von Singapur untergebracht, wie das Gemeinschaftsunternehmen mitteilt.

Sie sind so konzipiert, dass sie dem Absturz eines Verkehrsflugzeuges oder einem starken Erdbeben standhalten, und werden nicht nur von bewaffnetem Sicherheitspersonal, sondern auch mittels hoch moderner Technologien bewacht (Laser-Detektoren, biometrische Identifikation). Dennoch sind sie rund um die Uhr zugänglich.

Absolute Vertraulichkeit

«Das ist einer der sichersten Orte der Erde», erklärt Yves Bouvier, Präsident von Euroasia Investment. «Der Singapore FreePort liegt neben dem Flughafen Changi. Er bietet maximale Sicherheit und absolute Vertraulichkeit, da er auf die Verwahrung von Wertsachen und Sammlungen ausgelegt ist. Da der Hafen im Zollfreigebiet liegt, sind dort Handelsgeschäfte nicht steuer- oder abgabenpflichtig.»

Auf die Frage, warum sein Unternehmen eine solche Verwahrungslösung für physisches Gold ausserhalb des Banksystems anbiete, gibt Leonardo Castellana von der Palaedino Group zur Antwort: «Im Zuge der Finanzkrise von 2008 erfolgte ein radikaler Bruch. Er hat das Bewusstsein geweckt für die Fehlbarkeit des Systems und das Insolvenzrisiko bei Banken und Staaten, die sich zur Rettung des Systems exzessiv verschuldet haben.»

Anspruch einer Swiss-Made-Lösung

Bezüglich des Goldes, das Kunden dort hinterlassen können, sagt Jean-François Pages, CEO von Swiss Precious Metals: «Um jedes Risiko auszuschließen, operieren wir in der Regel auf dem Primärmarkt, indem wir ausschließlich bei Schweizer Goldraffinerien/-schmelzereien, die von der London Bullion Market Association anerkannt werden, Gold mit einem Feingehalt von 999.9 aushandeln.»

«Das bedeutet, dass das Gold auf Bestellung zu Barren geschmolzen wird, die nummeriert und so den einzelnen Kunden zugewiesen werden. Diese bleiben während der gesamten Dauer der Verwahrung in unserem Singapurer «Fort Knox» alleinige Besitzer», so Pages weiter.

«So sind unsere Kunden nicht dem geringsten Kredit- oder Insolvenzrisiko infolge einer Krise des Finanzsystems ausgesetzt», bekräftigt Leonardo Castellana. Unsere Strategie zielt im Wesentlichen darauf ab, asiatischen Privatkunden und Institutionen eine Swiss Made Lösung anzubieten, die ausserhalb des Banksystems ohne Beispiel ist.»

 

 

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