Ist Singapur die neue Schweiz?

Während das Schweizer Bankgeheimnis international immer mehr in Bedrängnis kommt, versucht der Finanzplatz Singapur in die Bresche zu springen.

Mit dem zunehmenden internationalen Druck auf den Finanzplatz Schweiz schwindet auch das Kundenvertrauen in die Schweizer Banken. Zwar können die grossen Privatbanken noch mit Mittelzuflüssen rechnen, so wie am Montag die Bank Julius Bär, die für das vergangene Jahr Neukundengelder in der Höhe von zehn Milliarden Franken vermeldete. Doch andere Bankenplätze versuchen unverhohlen, der Schweiz das Wasser abzugraben.

Zu den grossen Konkurrenten der Schweiz zählt bekanntermassen Singapur. «Selbst EU-Bürger sehen sich nach Alternativen zum Parkieren ihrer Vermögen um. Singapur ist dabei eine Option», sagte Edmund Leow von der Anwaltskanzlei Baker & McKenzie, Wong & Leow, gegenüber dem Internet-Portal «Today Online».

Schweizer Banken beim Trend dabei

Im asiatischen Stadtstaat werde die Kundendiskretion noch garantiert. Informationen würden nicht an ausländische Regierungen geliefert, heisst es weiter.

Zwar bestehen in Singapur auch rund 30 Steuerabkommen zum Informationsaustausch mit anderen Ländern. Doch das Bankgeheimnis scheint dort weiterhin sicherer als in der Schweiz. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Singapur als politischer, militärischer und wirtschaftlicher Stützpunkt der USA gilt. Vor diesem Hintergrund muss in dem kleinen Stadtstaat niemand befürchten, unter Druck der Amerikaner zu gelangen.

Die Verlagerung des Kapitals der Reichen dieser Welt in Richtung Osten haben längst auch die Schweizer Bnaken erkannt und bauen ihre Standorte in Singapur, aber auch in Hongkong laufend aus. Allerdings muss sich noch weisen, ob die hohen Investitionen sich in den nächsten Jahren rechnen werden.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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