Mai
17
2012
Today
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Während das Schweizer Bankgeheimnis international immer mehr in Bedrängnis kommt, versucht der Finanzplatz Singapur in die Bresche zu springen.

Mit dem zunehmenden internationalen Druck auf den Finanzplatz Schweiz schwindet auch das Kundenvertrauen in die Schweizer Banken. Zwar können die grossen Privatbanken noch mit Mittelzuflüssen rechnen, so wie am Montag die Bank Julius Bär, die für das vergangene Jahr Neukundengelder in der Höhe von zehn Milliarden Franken vermeldete. Doch andere Bankenplätze versuchen unverhohlen, der Schweiz das Wasser abzugraben.

Zu den grossen Konkurrenten der Schweiz zählt bekanntermassen Singapur. «Selbst EU-Bürger sehen sich nach Alternativen zum Parkieren ihrer Vermögen um. Singapur ist dabei eine Option», sagte Edmund Leow von der Anwaltskanzlei Baker & McKenzie, Wong & Leow, gegenüber dem Internet-Portal «Today Online».

Schweizer Banken beim Trend dabei

Im asiatischen Stadtstaat werde die Kundendiskretion noch garantiert. Informationen würden nicht an ausländische Regierungen geliefert, heisst es weiter.

Zwar bestehen in Singapur auch rund 30 Steuerabkommen zum Informationsaustausch mit anderen Ländern. Doch das Bankgeheimnis scheint dort weiterhin sicherer als in der Schweiz. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Singapur als politischer, militärischer und wirtschaftlicher Stützpunkt der USA gilt. Vor diesem Hintergrund muss in dem kleinen Stadtstaat niemand befürchten, unter Druck der Amerikaner zu gelangen.

Die Verlagerung des Kapitals der Reichen dieser Welt in Richtung Osten haben längst auch die Schweizer Bnaken erkannt und bauen ihre Standorte in Singapur, aber auch in Hongkong laufend aus. Allerdings muss sich noch weisen, ob die hohen Investitionen sich in den nächsten Jahren rechnen werden.

Kommentare 

 
#1 Sasha Meier 2012-02-06 20:21
In diesem Jahr werden noch sehr viel undeklarierte Gelder aus der Schweiz nach Singapur verschwinden. Die Europäer werden versuchen der Strafsteuer für ein paar weitere Jahre zu entfliehen. Gebüsst werden dann, 2013, die Schweizer Banken, weil sie diese Ueberweisungen zwar nicht empfohlen, aber auch nicht verhindert haben.
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